Workflow für das iPhone/iPad

Meine amerikanische Kollegin Mary behauptet immer, ich wäre ein “Software-Junkie” und ich befürchte, sie hat Recht damit. Wann immer ein neues Programm auf dem Markt ist, probiere ich es aus. Oder genau gesagt, ich lade oder noch schlimmer kaufe es, um ein wenig damit herumzuspielen. Nach einigen Wochen bemerke ich in der Regel, dass ich eigentlich gar keinen praktischen Nutzen aus der App ziehen kann. Und so wird das Programm bei mir zur Karteileiche, die hilft, unnütz den Speicher zu füllen.

So geschah es auch mit einer App namens Workflow, die ich vor einigen Monaten mit leuchtenden Augen und heißem Begehr für mein iPad erworben habe. Einmal installiert, fristete die App auf meinem Gerät ein nutzloses Dasein.

Offensichtlich habe ich im Gegensatz zu den Einkäufern von Apple den Mehrwert von Workflow nicht richtig verstanden, die diese App vor einigen Wochen für den Konzern akquiriert haben. Ein Grund, sich doch einmal näher mit dieser Anwendung zu befassen.

Vielleicht hilft dabei der Artikel von Martyn Casserly weiter: How to use Workflow to automate tasks on iPhone. In dem Artikel bekommen wir erklärt, welchen Zweck Workflow hat und aus welchen Komponenten ein solcher automatisierter Arbeitsablauf besteht. Am Ende des Beitrags kommt das Meisterstück, nämlich das Erstellen eines eigenen Workflows.

Ich bin mir nach der Lektüre des Artikels immer noch nicht sicher, ob ich Workflow jemals gebrauchen werde. Der Grund: Bei mir gibt es wenig bis gar keine immer wiederkehrende Abläufe, deren Automatisierung sich lohnen würde. Dazu ist das iPad/iPhone für mich zu wenig Arbeitsgerät.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

BTW: Gibt es eine ähnliche Anwendung wie Workflow auch für Android-Geräte?
Ich frage aus Gründen und mit leuchtenden Augen.

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[Foto von StartupStockPhotos [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

4 Antworten

4 Gedanken zu „Workflow für das iPhone/iPad

  1. Sven

    Gibt es. Jede Menge sogar. Die bekannteste App in der Art heißt „Tasker“. SEHR mächtig, vor allen Dingen natürlich auf gerooteten Geräten. Auf denen kannst Du damit Dinge machen, von denen die Workflow-Nutzer nur träumen können. Zum Beispiel sowas wie „Wi-Fi ausschalten wenn ich die Wohnung verlasse“, bzw. „Wi-Fi einschalten wenn ich nach Hause komme“. Oder 4G ausschalten, wenn das Netz zu schlecht ist (um den Akku zu schonen). Man muss sich da reinarbeiten, aber wenn man es mal kapiert hat und es läuft, gibt es kaum etwas, was Du damit nicht automatisieren kannst.

    Workflow nutze ich für ein paar kleinere Geschichten. Das Schweizer Taschenmesser unter den Apps, als das es in diversen Blogs gefeiert wurde, ist es für mich aber nicht.

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  2. Nils

    Wer sich für Anregungen für ausgefeilte Anwendungsmöglichkeiten von Workflow interessiert, sollte ein Blick auf MacStories werfen. Frederico Viticci arbeitet fast ausschließlich auf dem iPad und erstellt sich Workflows für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete. Er veröffentlicht oft Artikel in denen er sein Vorgehen erklärt inkl. Downladoption für seine Workflows.

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  3. Paro

    Dank Wokflow konnte ich die aus BlackBerry Zeiten bekannte Benachrichtugugsfunktion „Ich verspäte mich zu der jetzt folgenden Besprechung um x Minuten“ nachbauen!

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