Wollen Sie zu viel?

Gleichgültig, welchem Selbstorganisationsansatz Sie folgen, eine dicke Kröte müssen Sie schlucken: Sie werden nie alle  Aufgaben erledigen können. David Allen drückt das so aus:







You can do anything, but not everything.

Zu viel ist einfach zu viel, da hilft auch ein noch so ausgeklügeltes Zeitmanagement nicht weiter.

Woran erkennen Sie aber, ob Sie sich tatsächlich zu viel Arbeit aufgeladen haben? Craig Jarrow listet 10 Signs You Are Trying to Do Too Much auf:

  1. Sie vergessen immer wieder Aufgaben
    Hier sollten Sie überprüfen, ob Ihr System tatsächlich keine Lecks hat, durch die Informationen hindurchschlüpfen können. Wichtig ist, alles aus dem Kopf in einen geeigneten Behälter auszulagern, zum Beispiel in ein Notizbuch.
  2. Sie kommen mit Ihren Prioritäten nicht klar
    Mit den Prioritäten ist es so eine Sache. Zu oft werden sie im Arbeitsalltag über den Haufen geworfen. Eine praktikable Lösung ist m. E. die One-Minute-To-Do-List von Michael Linenberger. Sie können die Anleitung dazu hier als pdf-Datei kostenlos herunterladen.
  3. Sie lassen Aufgaben unter den Tisch fallen
    Wohlgemerkt, es geht um Aufgaben, die Sie wirklich erledigen müssten. Allerdings könnten Sie sich auch die Frage stellen, ob die Aufgabe wirklich so wichtig ist, wenn Sie sie dauernd verschieben. Bei mir in der Outlook-Aufgabenleiste wandern die Aufgaben um so weiter nach unten je älter sie sind. Nach einer gewissen Zeit, wenn Sie ganz unten stehen, überlege ich mir, ob sie wirklich noch erledigt werden muss.
  4. Sie lassen Kollegen hängen
    M. E. hat dieser Punkt sehr viel mit dem berühmt-berüchtigten Nicht-nein-sagen-können zu tun. Mir ist es lieber, Sie lehnen eine Aufgabe ab als dass Sie etwas versprechen, was Sie dann doch nicht halten können. Schließlich möchte ich mich auf Sie verlassen können.
  5. Sie machen Versprechungen, die Sie nicht halten können
    Siehe (4).
  6. Sie fühlen sich überbeansprucht
    Wenn Sie abends müde sind, dann ist das völlig in Ordnung. Schließlich haben Sie den ganzen Tag gearbeitet. Problematisch wird es, wenn Sie sich ständig überfordert fühlen. Manche Mitmenschen sind dann nicht müde, sondern “aufgekratzt”. Müdigkeit ist das eine, Erschöpfung das andere. Letztere sollten Sie tunlichst vermeiden.
  7. Sie schlafen nicht oder zu wenig
    Versuchen Sie, genug Schlaf zu bekommen. Wenn Sie Schlafprobleme haben, kann das ein Warnzeichen sein. Überlegen Sie, ob Sie für ausreichend Ausgleich sorgen. Wenn Sie keine Zeit (!) für Sport, Hobbies oder Entspannungstechniken haben, dann wird es bedenklich.
  8. Sie verpassen immer wieder wichtige Gelegenheiten
    Diesen Punkt sollten Sie nicht überbewerten. Wir verpassen immer irgendwie irgendwo irgendwas.
  9. Sie entrichten immer wieder “Strafgelder”
    Mit Strafgeldern sind hier gemeint Mehrarbeit, Nachbesserungen, unnötige Wiederholungen oder überflüssige Schleifen, die Sie drehen müssen.
  10. Ihre Aufgabenliste ist unüberschaubar
    Auch hier empfehle ich zur Abhilfe die One-Minute-To-Do-List. Aber es gibt auch andere schlaue Arten, die Aufgabenliste überschaubar zu halten. Im ToolBlog finden Sie einige Artikel darüber.

Manchmal hilft als Ultima Ratio nur, die Aufgabenmenge zu reduzieren. Dann sollten Sie die Verpflichtungen überdenken, die Sie gegenüber anderen und sich selbst eingegangen sind. Weniger ist manchmal mehr.

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[Foto von Jeremie [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

2 Antworten

2 Gedanken zu „Wollen Sie zu viel?

  1. Christian

    Kommt mir alles bekannt vor…

    Ist die One-Minute-To-Do-List und wie man sie unter Kontrolle hält auch Teil des neuen Online-Trainings auf toolblog.de?

    Antworten

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