Grundsätzliches zu To-do-Listen

Immer wieder höre ich von einigen Teilnehmern in meinen Workshops, wie frustrierend das Führen von Aufgabenlisten sein kann. Oft beklagen Sie sich darüber, dass die Listen nach kurzer Zeit endlos lang und unübersichtlich werden. Im Gespräch stellt sich dann oft heraus, dass es gar nicht um die Gestaltung der Listen geht, sondern um die grundlegenden Prinzipien dahinter.




Egal, ob Sie Kontextlisten á la GTD oder eine 1-Minute-To-Do-List nach Linenberger anlegen, es gibt ein paar grundlegende Dinge, die beim Führen einer solchen Liste zu beachten sind. Juliet Landau-Pope führt in ihrem Artikel Making a to-do list that does the business einige davon auf:

  1. Machen Sie eine regelmäßige Durchsicht
    Ich drücke das immer so aus: Verlassen Sie Ihr Hamsterrad um von Außen auf das Hamsterrad draufzuschauen. Es muss gewartet werden. Wenn Sie ein anderes Bild lieber mögen: Ab und zu müssen die Bäume beschnitten werden, sonst tragen sie irgendwann keine Früchte mehr.
    Also: Sehen Sie die Listen durch und “misten Sie aus” (3. Metapher!).
    Ein Plädoyer für die Wochendurchsicht, die ich leidenschaftlich teile.
  2. Treffen Sie unbequeme Entscheidungen
    Machen Sie sich klar, dass Sie niemals Alles schaffen werden. Also müssen Sie entscheiden. Was mache ich jetzt, was später und was vielleicht überhaupt nicht? Oder wie Daviel Allen sagt: “You can do anything, but not everything.” Recht hat er.
  3. Hören Sie auf mit Schuldgefühlen und Selbstzweifeln
    Genau deswegen sind Entscheidungen so wichtig. Es ist ein Unterschied, ob Sie eine Sache im Sande verlaufen lassen oder ob Sie entscheiden, sie nicht weiter zu verfolgen. Die erste Option macht Sie zum Opfer, die zweite zum Handelnden.
  4. Widerstehen Sie dem Drang, alles selbst tun zu wollen
    Denken Sie daran, Sie sind nicht immer der Beste für den Job. Auch ich musste das erst lernen. Heute verteile ich viele Aufgaben an virtuelle Assistenten oder andere Dienstleister. Das Internet bietet dazu viele Möglichkeiten.
  5. Entscheiden Sie, auf was es am meisten ankommt
    Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie jetzt in diesem Moment wirklich weiterbringt.

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. In solchen Momenten macht es Sinn, die Liste von Juliet wieder hervorzukramen und die einzelnen Punkte bei sich selbstkritisch zu hinterfragen.

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[Foto von Paul Christian Glen [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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