MBSR – Yoga

Wenn Sie in der Buchhandlung in der Gesundheitsabteilung stöbern, dann kommen Sie um das Thema Achtsamkeit nicht herum. Mittlerweile gibt es achtsame Ratgeber in Hülle und Fülle für alle möglichen und unmöglichen Anwendungsgebiete.

Achtsamkeit ist nicht neu. Sie gab es schon in westlichen und östlichen Kulturen zu urvordenklichen Zeiten. So richtig populär wurde sie durch Jon Kabat-Zin, der sie an der Klinik zur Mit-Behandlung chronisch erkrankter Mitmenschen erfolgreich anwendete. Seinen speziellen Ansatz nannte er Mindful-Based-Stress-Reduction (MBSR).
Ich selbst praktiziere MBSR-Meditation bereits seit vielen Jahren. Mittlerweile kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, den Tag ohne einen Body Scan zu beginnen.

Nun ist MBSR mehr als Meditieren. In seinem Grundlagenwerk Gesund durch Meditation – Das große Buch der Selbstheilung mit MBSR empfiehlt er ausdrückliche verschiedene Yoga-Übungen zur Ergänzung.

Leider ist das Buch nicht immer leicht zu lesen, spannend geht anders. Die Anleitungen zu den Yoga-Übungen machen da keine Ausnahme. Sie werden zwar in Wort und Bild beschrieben, aber der tatsächliche Ablauf lässt sich nur erahnen. Zumindest geht das mir so. Die Schriftform stößt hier an ihre Grenzen.

Allerdings: Wer bei YouTube sucht, der wird Lynn Rossy finden. Sie ist Gesundheitsspezialistin und führt in ihren Videos vor, wie MBSR-Yoga funktioniert. Es gibt zwei Teile, im ersten Film die etwas einfacheren Positionen, im zweiten Film die anspruchsvolleren. Ich muss gestehen, die Haltungen des ersten Films reichen mir derzeit völlig. Es sieht alles so einfach und ruhig aus, aber lassen Sie sich da nicht täuschen.
Zu beiden Filmen gibt es auch die Varianten, in der die Übungen für Menschen gezeigt werden, die auf einem Stuhl sitzen wollen oder müssen.

Achten Sie auf die Ausführungen von Lynn Rossy am Anfang der Videos. Nicht übertreiben, kein Schmerz und auf die Atmung achten. Wenn es nicht mehr geht, dann hören Sie auf.

Lynn Rossy spricht sehr langsam und deutlich. Wenn Sie sie nicht verstehen können oder Ihr Englisch vielleicht nicht ausreicht, dann machen Sie doch von dem YouTube-Service Gebrauch und lassen sich das Transkript anzeigen.

Ich profitiere sehr von diesen Videos. Auch die Stuhlvarianten finde ich sehr interessant. Zeigen sie doch, dass diese Übungen vielen Menschen offen stehen, die bis jetzt noch gar nicht daran gedacht haben, Yoga zu betreiben. Nein, es geht nicht ums Verknoten, sondern um das geistige und körperliche Wohlbefinden. Oder wie der Römer sagt:

Mens sana in corpore sano.

Viel Spaß, legen Sie los:

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