Wer findet, muss nicht suchen

Unter Matthäus 7,7 finden Sie in der Bibel den bekannten Satz, in dem es heißt:

…sucht, und ihr werdet finden…

Bevor der geneigte Leser diese Bibelstelle als Entschuldigung für eine schlampige Ablage anführt, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass genau dieses nicht damit gemeint ist.

In der täglichen (Arbeits-) Organisation steht das Suchen nach verlegten Schriftstücken oder Gegenständen ganz oben auf der Hitliste der Zeitdiebe. Wenn Sie öfter Gedanken habe wie

    • Wo war doch gleich der Schlüssel?
    • Ich bin mir sicher, ich habe die Brille hier hin gelegt
    • Jetzt kann ich den Einkaufszettel nicht mehr finden
    • Wo ist eigentlich das schöne grün-karierte Hemd von letztem Winter?
    • …,

dann herzlich willkommen im Klub. Aber auch eine Suche kann systematisch gestaltet werden.  Professor Solomon ist Spezialist im Wiederfinden verlorener Objekte und hat ein Buch über diese Kunst geschrieben. Hier die zwölf Prinzipien erfolgreichen Wiederfindens:

  1. Nicht danach suchen.
  2. Nicht das Objekt ist verloren, Sie sind es.
  3. Erinnern Sie sich an die drei C’s
  4. Es ist da, wo es vermutlich hingehört.
  5. Bedenke das langsame Abwandern innerhalb des Hauses.
  6. Den Tunnelblick vermeiden.
  7. Den Tarneffekt beachten.
  8. Zurückdenken und erinnern .
  9. Gründlich genug hingeschaut?
  10. Die Eureka-Zone.
  11. Den zeitlichen Ablauf nachvollziehen.
  12. War es jemand anders?

Prinzip Nummer 3 gefällt mir am besten. Die drei C’s sind übrigens Comfort, Calmness, Confidence. Wahrscheinlich ist die Ruhe (Calmness) schon die halbe Miete.

Das Buch können Sie übrigens auf seiner Website seiner Website als pdf-Datei herunterladen. Es umfasst stolze 122 Seiten und ich frage mich, ob ich mich vielleicht darauf konzentrieren sollte, Dinge erst gar nicht zu verlieren, bevor ich mich in die Lektüre dieses umfangreichen Buches stürze.

Auch Mark Dykeman gibt Ihnen ein paar Tipps, wie Sie das Verlorene wiederfinden können: 7 Steps To Find Lost Objects After Panic Sets In. Marks Ratschläge:

  1. Nehmen Sie ein paar lange tiefe Atemzüge
  2. Schalten Sie Ihren Verstand aus
  3. Ist es wirklich Ihr Eigentum oder gehört es jemand anderen?
  4. Haben Sie es vielleicht jemandem ausgeliehen?
  5. Schauen Sie langsam und sorgsam da nach, wo das Objekt hingehört
  6. Schauen Sie langsam und sorgsam da nach, wo das Objekt zwar nicht hingehört, aber vielleicht sein könnte
  7. Finden Sie heraus, wer in der Nähe des Ortes war, wo das Objekt eigentlich hingehört

Eine nützliche Checkliste, nähere Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie im Beitrag.

Aber nicht, dass Sie jetzt so viel Spaß am Finden bekommen, dass Sie die Dinge absichtlich verlieren! Am besten ist es natürlich, die Dinge so zu verwahren, dass eine Suche überflüssig wird.

Dann können Sie die gewonnene Zeit für das Suchen für die spirituelle Such im Sinne der Bibel benutzen. Keine schlechte Idee, finde ich.

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[Foto von Juraj Varga [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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