Aufräumen mit Marie Kondo

In den letzten Tagen bin ich auf ein Buch der japanischen Autorin Marie Kondo gestoßen, dass wohl die Referenz ist, wenn es um das Thema Aufräumen geht. An mir ist das Buch bislang vorbei gegangen, auch wenn es wohl in Japan und den USA der Bestseller unter den einschlägigen Ratgebern ist. Das Buch habe ich noch nicht beendet, ich kann aber schon sagen, dass mangelndes Selbstvertrauen nicht das Problem der Autorin zu sein scheint.

Der Schreibstil ist sicher nicht jedermanns Sache, für meinen Geschmack wiederholt sich Marie Kondo auch zu oft. Aber Sie müssen das Buch ja auch nicht lesen. Vielleicht reicht es ja auch der Artikel von Cate La Farge Summers für einen ersten Einstieg: 8 Lessons Our Editor Learned from the Decluttering Bible. Dort werden die Prinzipien von Marie Kondos Aufräumphilosophie (KonMari-Methode) wie folgt beschrieben:

  1. Packen Sie Kategorien an, nichr Räume
    Soll heißen: Räumen Sie Bücher auf, dann Kleider, dann… und nicht das Wohnzimmer, das Esszimmer, das Schlafzimmer.
  2. Achten Sie Ihre Habseligkeiten
    Genau, ohne „auf“. Respektieren Sie Ihre Sachen.
  3. Pfeifen Sie auf nostalgische Gefühle
  4. Eliminieren schafft Freiheit
    Mut zur Lücke zum Wegwerfen!
  5. Kleidung falten statt aufhängen
  6. Anwendung der vertikalen Falttechnik
  7. Sehen Sie den Kleiderschrank mit anderen Augen
  8. Entdecken Sie Ihren persönlichen Stil wieder neu

Cate beschreibt in ihrem Artikel auch, inwiefern sie von der Anwendung der KonMari-Methode profitiert hat. Nun ja, so weit bin ich noch nicht.

BTW: Wenn Sie wissen möchten, wie das mit dem speziellen Klamottenfalten geht, dann schauen Sie sich den Beitrag von Marie Kondo selbst an: The KonMari Folding Method. Oder Sie tummeln sich auf dem einschlägigen youtube-Kanal, der ganz der Meisterin gewidmet ist: Marie Kondo Folding Method.

Hier zum Beispiel werden Hosen zusammengefaltet:

Der Erfolg des Buches von Marie Kondo zeigt, dass sie offensichtlich in ein Wespennest gestochen hat. Offentlich gibt es ein großes Bedürfnis nach Ordnung. Und noch ein Befund: Wir umgeben uns mit zu viel Ramsch, bis wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ein Plädoyer für etwas mehr Minimalismus im Alltag.

Nachtrag (19. 7. 16)

Wie es der Zufall will, bin ich heute in der New York Times über einen ellenlangen Artikel über Marie Kondo gefallen: Marie Kondo and the Ruthless War on Stuff. Das ist schon erstaunlich. Scheint der nächste große Hype zu werden. Die neue David Allen?
Der Artikel ist lesenswert, weil er genau diesem Hype tiefer auf den Grund geht. Spannend.

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