To-do-Listen: Wie Sie die richtigen Kontexte bestimmen

Als ich mich vor nunmehr auch schon zehn Jahren mit GTD® befasst habe, waren für mich die Kontexte eine der faszinierendsten Ansätze der Methode nach David Allen. Kontexte sind Orte, an denen bestimmte Tätigkeiten ausgeführt werden sollen, können, dürfen. Man legt für diese Orte eigene To-do-Listen an und arbeitet die dort verzeichneten Aufgaben ab, wenn man sich an diesen Orten befindet.




Nun sind Kontexte nicht nur Orte im geografischen Sinn (@Zuhause, @Büro), sondern können auch im übertragenen Sinn verwendet werden. Beim GTD®-Summit in San Francisco sprach ein General der US Air Force über seine Kontexte. Der General erzählte von seinem Stab, in dem jeder Offizier für ein bestimmtes Projekt verantwortlich war. Mit den Offizieren hatte er regelmäßig Besprechungen. Und die Punkte, die er dort erörtern wollte, kamen eben auf eine Liste mit dem Namen des entsprechenden Gesprächspartners. Der Clou war, dass seine Offiziere ebenfalls eine @General-Liste führten. Somit war sicher gestellt, dass kein wesentlicher Punkt in dem Meeting vergessen wurde.

Die Möglichkeit, Aufgaben Kontexten zuzuordnen, gehört in das Lastenheft jedes Programms zur Selbstorganisation. Viele tun sich allerdings schwer, für sich die richtigen Kontexte zu finden. Sowenig wie möglich, so viel wie nötig, heißt die Devise. Falls Sie auch Probleme mit den Kontexten haben, hilft Ihnen vielleicht Joe Buhlig mit seinem Beitrag “Making Time for Contexts” weiter. Für ihn können Kontexte

  • Werkzeuge (Laptap, iPhone oder Whiteboard)
  • Anwendungen (Excel, Outlook)
  • Örtlichkeiten
  • Persönliche Energieniveaus (Hoch, normal, niedrig)
  • Die Kombination von Energie und Zeit
  • Tageszeiten

sein. 

Joe auch empfiehlt auch Verben als Kontexte: Schreiben, Schaffen, Denken usw. Mir gefällt diese Idee nicht so gut, denn ich benutze Verben lieber bei der Formulierung der Tätigkeiten und zwar aktive Verben, um genau zu sein. Aber jedem Kind seinen Luftballon, wie der Volksmund sagt.

Nach der anfänglichen Euphorie benutze ich selbst übrigens keine Kontextlisten mehr. Für mich stimmt das Nutzen-Aufwand-Verhältnis nicht. Aber auch hier hat sicher jeder seine eigenen Vorlieben.

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[Foto von bohed [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

1 Antwort

Ein Gedanke zu „To-do-Listen: Wie Sie die richtigen Kontexte bestimmen

  1. Anja

    Kontexte sind sicherlich einerseits sinnvoll, andererseits bedeuten sie für mich auch mehr Aufwand. Noch mehr Organisation, wobei gerade diese doch klein gehalten werden sollte.
    VG!

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