Wir basteln uns ein Planungsbuch

Es gibt eine Gruppe von Menschen, die sich hartnäckig dem Gebrauch von Laptops, Tablets und anderem elektronischen Schnickschnack verweigert. Sie müssen mit dem Bleistift die erledigten Aufgaben abhaken, Schriftstücke abheften und Seiten umblättern können. Und das nicht virtuell, sondern physisch. Für die Haptiker unter den Lesern hier eine kleine Anleitung, wie Sie sich selbst ein Planungsbuch zusammenstellen können.

Die Zutaten:

Man nehme…

  • Ein Ringbuch DIN A 4 mit 2- oder 4-Ring-Mechanik
    (Es darf natürlich auch in edel sein.)
  • Ringbucheinlagen DIN A 4 liniert mit Doppelrand
  • Register blanko in 10er-Einteilung
  • einen Einfach- oder Doppellocher,
  • PC mit Internetanschluss nebst Drucker zum Ausdrucken diverser Formblätter
    (den haben Sie ja schon, sonst könnten Sie diese Zeilen nicht lesen)

Nun stellen wir uns nämlich die Einlageblätter für das Planungsbuch zusammen.
Einen Teil haben wir schon, nämlich die Ringbucheinlagen DIN A 4 liniert mit Doppelrand. Diese sind für Notizen und die kontextbezogenen Listen. Was wir sonst noch brauchen, machen wir uns selber oder finden es im Netz (eine gute Quelle ist zum Beispiel DIY Planner).

Wir brauchen außerdem noch:

Natürlich können Sie sich Kalender, Kontakte usw. auch aus Ihrem entsprechenden Computerprogramm ausdrucken.

Wir haben nun alles beisammen, legen die Register in das Ringbuch und beschriften Sie folgendermaßen:

Notizen/Eingang
Hier kommen leere Blätter der Ringbucheinlage hinein.
Dieses Fach nimmt später alle Ihre Notizen, Ideen, Telefonnotizen auf. Das Fach sollten Sie regelmäßig durchsehen und bearbeiten.

Kalender
Das Fach spricht für sich. Auf den Kalenderformblätter notieren Sie alles, was einen Zeitbezug hat: Besprechungstermine, Verabredungen und andere Dinge, die mit einem festen Zeitpunkt verbunden sind. Sonst nichts!

Zu tun
Dieses Fach ist für Ihre To-do-Listen. Hier hinein legen Sie leere Ringbuchblätter.

Wenn Sie David Allens Kontextansatz bevorzugen, dann beschriften Sie die Blätter oben links mit dem jeweiligen Kontext, wie „Büro“, „Zuhause“, „Telefon“, „Am Computer“ usw.
Die Liste „Warten auf“ nicht vergessen! (Beispiel).

Wenn Sie den Kontextansatz nicht so gerne mögen, dann gibt es viele andere Möglichkeiten, die To-do-Liste zu gestalten. Eine Übersicht bietet Ihnen die Website „Best To-Do Lists„. Außerdem sind hier auf dem ToolBlog immer wieder Artikel über To-do-Listen erschienen.

Vorhaben/“Große Brocken“
Hier kommen leere Ringbuchblätter zur Erinnerung für alles hinein, was mehr als einen Schritt zur Erledigung benötigt. Hier können Sie auch Notizen zu Ihren Zielen, Visionen, Strategien hinterlegen. Dieser Abschnitt ist auch der Platz für die berühmte Liste „Vielleicht/Irgendwann“. Durchsicht zumindest einmal die Woche!

Besprechungen
Hier ist Platz für die Formblätter zur Besprechungsvorbereitung und die Notizen nach der Cornell-Methode. Wenn Sie möchten, können Sie auch Aktionslisten für bestimmte Besprechungen oder Gesprächspartner anlegen.

Projektplanung
Dieses Fach nimmt unterstützendes Material für einzelne Projekte oder spezielle Themen auf. Es ist optional. Es gibt Menschen, die dieses Material nicht in ihrem Planungsbuch haben wollen. Entscheiden Sie selbst.

Sonstiges
Der Name spricht für sich. Hier sammeln Sie alles, was sonst nicht so richtig in die anderen Bereiche passt. Man sollte sparsam damit umgehen. Dieser Bereich sollte sich nicht zur „Müllhalde“ entwickeln.

Kontakte
Das ist der Bereich für die Formblätter mit den Kontakten. Natürlich nur die wesentlichen Kontakte, Sie wollen ja kein Telefonbuch mit sich herumtragen.

Die restlichen Fächer können Sie ganz nach Geschmack und Bedarf einteilen, z. B.

Reisekosten
Sie ahnen, welche Formblätter in diesen Abschnitt gehören.

Fertig ist Ihr Planungsbuch!

Schreiben Sie mir doch einmal im Kommentar, wenn Sie Fragen haben oder wie Sie Ihr Buch gestaltet und welche Erfahrungen Sie damit gemacht haben. Viel Spaß!

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[Foto von Michal Jarmoluk [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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