Wie man sich richtig entschuldigt

Wenn man Mist gebaut hat, dann sollte man sich entschuldigen. Dabei ist noch niemandem eine Zacke aus der Krone gebrochen, wie der Volksmund sagt. Dennoch haben wir manchmal den Eindruck, dass eine Entschuldigung nicht „echt“, sondern nur vorgetäuscht ist. So habe ich das schon öfters bei Personen des öffentlichen Lebens erlebt. Es entsteht manchmal der Eindruck, die Entschuldigung erfolgt lediglich auf dringenden Rat des PR-Beraters.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Entschuldigung nicht in der richtigen Art und Weise vorgetragen wurde. Forscher der Ohio State University glauben herausgefunden zu haben, aus welchen Elementen eine effektive Entschuldigug besteht. Jeff Grabmeier beschreibt sie in seinem Beitrag „The 6 elements of an effective apology, according to science“:




  1. Ausdruck von Bedauern
  2. Erklärung, was schief gelaufen ist
  3. Anerkennen der eigenen Verantwortung
  4. Zeigen von Reue
  5. Angebot der Wiedergutmachung
  6. Bitte um Verzeihung

Am besten funktionieren demnach die Entschuldigungen, die alle diese Elemente einschließen, wenngleich nicht alle Elemente die gleiche Gewichtung haben. So scheinen die wichtigsten die Anerkennung der eigenen Verantwortung und das Angebot der Wiedergutmachung zu sein. Das am wenigsten wichtigste Element ist die Bitte um Verzeihung, die „Sie auch getrost weglassen könnten“.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob dieser Befund nur für den amerikanischen Kulturkreis gilt oder ob er interkulturell gültig ist. Letzteres kann ich mir nur schwer vorstellen.

Wie auch immer: Auf jeden Fall werde ich das nächste Mal bei einer dieser „öffentlichen“ Entschuldigungen auf diese Elemente achten.

[via C|Net]

 

Schreibe eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.