So funktioniert eine Podiumsdiskussion

Vor einigen Monaten hatte ich Kontakt zu einer Professorin, die ich für eine Keynote zu einer Tagung gewinnen wollte. In der langen Liste ihrer Bedingungen war auch: “Ich mache grundsätzlich keine Podiumsdiskussionen”. Ich habe mich damals gefragt, was wohl der Grund für ihre deutliche Ablehnung war. Vielleicht unangenehme Erfahrungen oder nur die Angst, die Schau gestohlen zu bekommen. Ich werde es wohl nie herausbekommen.




Der von mir seht geschätzte Scott Berkun hat wohl auch einige unangenehme Erfahrungen mit Podiumsdiskussionen gemacht. Allerdings nicht mit den Podiumsdiskussionen an sich, sondern nur mit schlechten. Und die erkennt man laut seines Artikels “Why Panel Sessions Suck (And How To Fix Them)” an folgenden Merkmalen:

  • Alle sind zu freundlich
  • Es sind zuviele Leute auf dem Podium
  • Es gibt nicht genug Mikrofone
  • Die Diskussionsteilnehmer sind dröge und unvorbereitet
  • Die Teilnehmer verschwenden die Zeit mit offensichtlichen Dingen
  • Der Moderator verhält sich passiv

Und diese Maßnahmen machen laut Scott Podiumsdiskussionen erfolgreich:

  • Engagieren Sie einen starken Moderator
  • Die Fragen des Moderators sollten die Interessen des Publikums abbilden
  • Beschränken der Darstellung von Standpunkten (max. 5 Minuten)
  • Die Diskussion soll eine klare Frage beantworten (Durchaus eine geschlossene Frage)
  • Die Diskussionsteilnehmer sollten gegensätzliche Hintergründe haben und entsprechend gegensätzliche Standpunkte einnehmen
  • Der Moderator sollte die Diskussionsteilnehmer vorbereiten und mit ihnen eine Nachbesprechung abhalten

In dem Artikel finden Sie außerdem Hinweise zu weitergehenden Beiträgen zum Thema. Meine Meinung? Ich mag Podiumsdiskussionen, sowohl als Teilnehmer als auch als Zuhörer und kann Scotts Bemerkungen nur unterstreichen.

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