Wie Sie das meiste aus Büchern herausholen

Eigentlich könnte ich diesen Beitrag mit dem Kalauer beginnen:







Der Trend geht eindeutig zum Zweitbuch!

Tue ich aber nicht, denn dieser Witz hat schon einen langen Bart. Vielmehr möchte ich allen Ernstes darauf hinweisen, dass Bücher mit dem Informationsträger Papier wohl noch eine ganze Weile eine große Rolle spielen werden. Die Betonung liegt auf noch, denn das großer Sterben der Papierfabriken ist in vollem Gange. Zumindest bei grafischen Papieren, denn für Hygiene und Verpackung gibt es noch keine Apps.

Bei der Lektüre von Fachbüchern stehe ich immer vor den gleichen Herausforderungen:

  • Wie kann ich mir den Inhalt über längere Zeit merken?
  • Wie finde ich schnell interessante Stellen wieder?
  • Wie kann ich den Inhalt später noch einmal erfassen ohne das ganze Buch komplett lesen zu müssen?

Kurz und gut: Wie stelle ich einen effizienten Umgang mit dem Medium “Buch”  sicher?

Zunächst bietet sich die Methode SQ3R an. Die Buchstaben stehen für die einzelnen Schritte des Vorgehens beim Lesen von Büchern:

  1. S urvey (einen Überblick verschaffen)
  2. Q uestion (Fragen zum Thema/Buch notieren)
  3. R ead (Lesen der Schwarte, Hervorheben von Schlüsselwörtern)
  4. R ecite (Wiedergeben des Gelesenen)
  5. R eview (Überblick: Einordnen des Gelesenen in den Lernkontext)

Wenn Sie jetzt daran denken, dass man den einen oder anderen Schritt auch mit der Methode Mind Mapping gehen könnte, dann liegen Sie vollkommen richtig.

Nun gibt es noch ein praktisches Problem. Unter (3) heißt es, man mögen beim Lesen Schlüsselwörter hervorheben. Das kann man z.B. mit Textmarkern tun, allerdings macht man sich die Bibliothekare öffentlicher Büchereien damit nicht zu Freunden. Also muss man Exzerpte anfertigen. Hierfür benutze ich immer Post-it-Notes, auf die ich die Seitenzahl, das Schlüsselwort und meine Bemerkungen notiere.

Ähnlich, aber mit mehr Aufwand, betreibt dies Dave Seah: Outlining Books Faster. Er hat für die Exzerpte bestimmte Formulare entwickelt, die er zum Download bereitgestellt hat. Unter den verschiedenen Varianten gefällt mir die Layout Version 2 am besten. Sie ähnelt ein wenig dem Cornell-Format für die Erstellung von Notizen.

Ich werde das Formular beim nächsten Fachbuch einmal ausprobieren und bin gespannt, ob der Haftzettel zu schlagen ist.

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2 Antworten

2 Gedanken zu „Wie Sie das meiste aus Büchern herausholen

  1. agen poker

    Similarly, but with more effort, it operates Dave Seah: Outlining Books Faster . He has developed for excerpts certain forms, which he made ​​available for download has. Among the various options

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  2. Matthias Büttner, X47

    Hallo Stephan,

    ich kenne die 3 SQR Methode natürlich auch.
    Das ist eines von diesen Konzepten, die schon seit zig jahren im Raume stehen und immer wieder weiterverteilt werden, ohne das sich jemand darüber Gedanken macht – wie bei der Eisenhower-Matrix. In Wikipedia steht, dass aus dem jahre 1946 stammt. Dann kam 1972 die PQ4R Methode – davon habe ich noch nie etwas gehört. Hier wird wohl ein weiterer Baustein „Reflect“ eingebaut, der motivieren soll, Beispiele aus dem persönlichen Umfeld einzubauen. Guter Punkt.
    Das wesentliche wird aber bei beiden Methoden nicht abgerufen: Das „W“. Also bin ich für die „WPQ4R“ Methode!

    Die erste Frage ist für mich immer: Was weiß ich schon über das Thema?.
    Und das ist in meinen Augen die wichtigeste Frage von allen. Wie soll man neues Wissen in das bestehende Wissenskorsett einpflegen, wenn man das alte Wissen nicht intensiv abruft? Vielfach ist man erstaunt, was einem zu dem Thema schon einfällt. Und dann ist die Frage: Muß ich das Buch überhaupt lesen? Ist das ein Thema, was für mich überhaupt relevant ist? Gibt es nicht Themen, die für mich wichtiger sind?
    Merke: Nichts spart mehr Zeit und Energie, wie eine Tätigkeit (hier das lesen eines Buches) die man NICHT macht.

    Also lautet die Botschaft: „Bevor Du ein Buch liest, setze Dich hin und erinnere Dich, was Du schon alles darüber weißt. Notiere Erkenntnisse und Fragen und dann … erst .. lies das Buch, wenn überhaupt.
    Wenn Sie dann Erkenntnisse gewonnen haben, dann ist es nicht nur wichtig, dass man diese Erkenntnisse dokumentiert (Gesamt-Excerpt = „E“) sondern auch dafür sorgt, dass man die Erkenntnisse nicht so schnell vergisst.
    Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne mit Karteikarten („KK“) und dem Leitner-System arbeite.
    Das Gesamt-Excerpt sollte man sich dann nach 1,3, 6 und 12 Monaten noch einmal durchlesen – sonst hat man alles wieder vergessen und die Arbeit war ummesonscht (wie Du immer sagst).

    Also plädiere ich für die „WPQ4REKK“-Methode.

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