Falsche Annahmen über E-Mail

Wir alle schimpfen über das Medium E-Mail, teils vollkommen zu Recht, teils aber auch zu Unrecht, wie Skip Prichard meint. In seinem Artikel „10 Email Productivity Myths“ räumt er mit den zehn bekanntesten E-Mail-Irrtümern auf:




  1. E-Mail ist einer der größten Zeitdiebe
  2. Antworte niemals allen Adressaten, weil Du sonst die Posteingänge zustopfst
  3. Verzichte komplett auf eine Antwort
  4. Benutze BCC 
  5. Greifen Sie zum Telefon anstatt eine Mail zu schicken
  6. Schauen Sie nie morgens in den Eingangskorb
  7. Schauen Sie nie abends in den Eingangskorb
  8. Begrenzen Sie die Zeit für die Bearbeitung von E-Mails
  9. Schreiben Sie E-Mails um sich abzusichern
  10. Benutzen Sie geeignete Filter

Wenn Sie nun erwarten, dass Skip diese Regeln in Bausch und Bogen verdammt, dann täuschen Sie sich, vielmehr definiert er zumeist die Ausnahmen, wann Sie eine der o.a. eben doch missachten sollten.

Mein Kommentar:

zu 1) Ich denke, dass E-Mail einer der größten Zeitdiebe sein kann, wenn man kein System hat, die E-Mails zu verarbeiten. Wie so etwas gehen kann, zeigt zum Beispiel Michael Linenberger.

zu 4) BCC ist bei mir durchaus in Gebrauch. Oft schicke ich meiner Frau eine solche Blindkopie, wenn ich z.B. auf eine Kundenanfrage antworte. Meine Frau, die auch mein Sekretariat betreut, ist dann im Bilde, den Kunden interessiert das eher nicht.

zu 6 und 7) Dem Ratschlag, nicht morgens gleich als erstes den Eingangskorb zu leeren, kann ich einiges abgewinnen, warum ich aber abends darauf verzichten soll, erschließt sich mir nicht. Schließlich bin ich ein Freund des leeren Posteingangs am Ende eines Arbeitstages. Ansonsten sollte man sich beim Checken des Posteingangs auf einige wenige Male am Tag beschränken.

zu 9) Es war schon immer meine Ansicht, dass man an der Anzahl CC’s auf dem Verteile erkennen kann, wie ausgeprägt die Absicherungsmentalität in einem Unternehmen ist. Ich lese in der Regel E-Mails nicht, die mich unter CC erreichen. Allenfalls werden sie in einem eigenen Ordner gespeichert, sollte ich einmal auf eine Nachricht angesprochen werden. Was aber so gut wie nie passiert.

zu 10) Das kann man machen, aber bitte benutzen Sie niemals einen Filter zur Umgehung des Posteingangs. Das kann böse Folgen haben.

1 Antwort

Ein Gedanke zu „Falsche Annahmen über E-Mail

  1. Pingback: Weniger Email bekommen: Empfänger bewusst auswählen « Dr. Joachim Schlosser

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