XMind 7 pro: Ein erster Überblick

Bislang war ich immer treuer Nutzer des Platzhirschen unter den Mind-Mapping-Programmen. Sie wissen schon, von wem/was ich rede, nämlich dem MindManager von Mindjet. Mittlerweile hat dieses Programm eine Entwicklung genommen, die meine Bedürfnisse nicht mehr abdeckt. Dabei kann der MindManager nicht etwa zu wenig, vielmehr ist er so mächtig geworden, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. Für mich als Einzelanwender mit gelegentlichen persönlichen Projekten ist der MindManager schlichtweg überdimensioniert. Ärgernisse gab es auch. Zum Beispiel, dass die Zusammenarbeit zwischen den Versionen für PC und Mac alles andere als reibungslos funktioniert.
Außerdem wollen all die feinen Features bezahlt werden. Der hohe Preis war für mich ebenfalls ein Ausstiegsgrund.

Als Ersatz habe ich mir vor einiger Zeit XMind ausgesucht. Natürlich musste ich mich in der Bedienung etwas umgewöhnen und der Leistungsumfang ist auch nicht so groß wie beim MindManager. Geschenkt, das hatte ich ja auch gewollt. Mittlerweile arbeite ich gerne mit XMind und kann diese Software für Einzelanwender durchaus warm empfehlen.

Nun ist vor einigen Tagen eine neue Version (7) auf den Markt gekommen. Hier die Neuigkeiten:

  • Es gebt eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, die sehr schlicht, aber funktional gehalten ist. Gefällt mir sehr gut. Das gleicht gilt auch für den Startbildschirm, auf dem man zwischen unterschiedlichen Map-Typen wählen kann.
  • Man kann die einzelnen Äste/Zweige im Team kommentieren
  • Sie können eine Gliederungansicht drucken oder in Word oder als pdf-Datei exportieren
  • Es besteht die Möglichkeit, über mehrere Seite zu drucken
  • Neu hinzugekommen ist ein Time-line-Format. Wie der Name sagt, können Sie damit einen Zeitstrahl erstellen. Très Chic!
  • Es gibt eine Menge neuer Themes zu bestaunen
  • Außerdem wurde die Gantt-Chart-Funktion stark verbessert. Dazu kann ich allerdings nichts sagen, denn dieses Feature kommt bei mir nicht zum Einsatz

Besonders gut gefällt mir, dass das Zusammenspiel zwischen den Versionen für den Mac und den PC hervorragend funktioniert. Die Synchronisation erfolgt über die eigene Cloud (xmind.net), aber auch das Speichern auf Biggerplate und Evernote ist direkt aus dem Programm heraus möglich.
Was ich auch öfters nutze, sind die Vorlagen für das Fischgrätdiagramm. In einem meiner letzten Workshops haben es Teilnehmer genutzt, um einen bestimmten Produktionsfehler gemeinsam zu analysieren.
Nach wie vor kann man die Dateiformate von FreeMind, MS Word und Mindjet MindManager importieren. Exportmöglichkeiten gibt es zu den MS Office Programmen, als Bilddatei oder pdf. Leider kann man immer noch nicht die Daten im OPML-Format austauschen, was ich schmerzlich vermisse. Leider gibt es auch keine Versionen für mobile Endgeräte. Mir persönlich ist das egal, aber die eine oder andere wird es wohl vermissen.

Was gibt es noch so? Einen Präsentationsmodus, der mich wie beim großen Konkurrenten nicht vom Hocker haut und eine Bilderbibliothek, deren Inhalt aber ein bisschen sehr verspielt daherkommt. Sie werden wohl nicht darum herumkommen, sich ein eigenes Bilderverzeichnis aufzubauen, was aber nicht besonders schwer ist.

XMind folgt dem Freemium-Modell. Sie können also eine Grundversion des Programms kostenlos herunterladen, mit dem Sie schon ordentlich arbeiten können. Wenn Sie es etwas reichhaltiger haben und mehr Funktionen nutzen möchten, müssen Sie zur kostenpflichtigen Variante greifen. Allerdings ist selbst die teuerste Variante mit derzeit €89 für den Leistungsumfang als preis-wert zu bezeichnen.

Wenn Sie ein bezahlbares und gut bedienbares Programm zum Erstellen von Mind-Maps suchen, dann lege ich Ihnen XMind ans Herz. Bei mir im Dauereinsatz!

Links: XMind Blog

1 Antwort

Ein Gedanke zu „XMind 7 pro: Ein erster Überblick

  1. Ulrich Wimmer

    Offenbar fehlt in der Basisversion 7 die Filterfunktion. Hat schon mal jemand den Filter in der 7 Pro-Version angeschaut? Ich finde die Lösung in der 6-Pro-Version (Abdunkelung der herausgefilterten Zweige) nicht überzeugend. MindManager und Freemind sind da besser (Anzeige nur der gefilterten Zweige).

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