#PMCampDOR Nachlese (2): Session „Muster in Gruppen“

Immer wieder sind Robert Weißgraeber und ich uns in den letzten Jahren über den Weg gelaufen, sowohl f2f als auch virtuell. Thema dabei war immer auch die Entwicklung der PMCamps, die es ja mittlerweile an vielen Orten, nicht nur in Deutschland, gibt.

Insbesondere haben wir uns immer wieder gefragt, ob sich die PMCamp-„Community“ mittlerweile in einer Echokammer befindet. Die Bewohner einer Echokammer erzählen sich i.d.R., was sie hören wollen, abweichende Meinungen werden gar nicht mehr gehört und manchmal sogar sanktioniert.

In einer Session auf dem PMCamp Dornbirn wollten wir herausfinden, wie die Teilnehmer darüber denken. Dazu legten wir den Besuchern unserer Session Karten vor. Auf den Karten waren die Merkmale von Groupthink notiert:

  1. Invulnerability: Illusion der Unverwundbarkeit
  2. Rationale: Kollektive Rationalisierung
  3. Morality: Illusion der moralischen Überlegenheit
  4. Stereotypes: Stereotypisierung der Outgroups
  5. Pressure: Direkter Druck auf Abweichler
  6. Self-Censorship: Selbstzensur
  7. Unanimity: Illusion der Einstimmigkeit
  8. Mindguards: Selbsternannte „Geisteswächter“

 

Wir baten die Teilnehmer, in Kleingruppen die vergangenen anderthalb Tage PM Camp Revue passieren zu lassen, die Begriffe zu diskutieren und sie auf einer Skala zu bewerten von „trifft überhaupt nicht zu“ bis „trifft voll uns ganz zu“.
Anschließend wurden die Ergebnisse der Kleingruppen vor dem Plenum vorgestellt.

Hier die Tweets, mit der einige Teilnehmer die Session begleitet haben…

 

Hier gibt es ein paar Links zum Thema Groupthink:

  • Jan A. Fuhse: Unser »wir« – ein systemtheoretisches  Modell von Gruppenidentitäten (pdf)
  • Nerdinger, Blickle und Schauer: Arbeits- und Organisationspsychologie.
    Berlin: Springer-Verlag 2008. (Auszug pdf)

Vielen Dank für die rege Beteiligung. Die Debatte ist noch nicht beendet. Jede/r darf die Session, den Beitrag kommentieren oder ergänzen. Robert und ich bitten darum!

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