Wie Sie sich leichter von etwas trennen

Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass die Angehörigen meiner Generation auch als „Kriegsenkel“ bezeichnet werden. Auch wenn es andere bekanntere Bezeichnungen gibt, wie z.B. „Baby Boomer“, so finde ich „Kriegsenkel“ doch treffend, denn viele unserer Glaubenssätze und Verhaltensweisen sind mit der Erziehung durch unsere Eltern zu erklären, die am eigenen Leib die Entbehrungen des Kriegs erlebt haben.

So zum Beispiel die Marotte, nichts wegzuwerfen, denn „vielleicht kann man es ja noch einmal brauchen.“ Sicher ist diese Angewohnheit nicht mehr so ausgeprägt wie bei den Eltern, aber vorhanden ist sie immer noch. Und so fällt es uns mitunter sehr schwer, uns von Dingen zu trennen, selbst wenn sie noch so obsolet geworden sind.

Ob Megan Starbuck ebenfalls ein Kriegsenkel ist, vermag ich nicht zu beurteilen, aber auch Sie kann offensichtlich nichts wegwerfen. Aus diesem Grund hat sie eine Liste von Fragen erstellt, die sie bei der Trennung unterstützen sollen: 8 Questions to Feel More Free. Sie fragt sich:

  1. Schnürt mich der Besitz ein?
  2. Kann ich so ein Teil auch später noch besorgen?
  3. Wäre ich ohne glücklicher?
  4. Was könnte ich mit dem frei gewordenen Platz anfangen?
  5. Wer könnte das gerade besser brauchen?
  6. Ist es den Ärger wert, es zu behalten?
  7. Würde ich es jetzt kaufen, wenn ich es im Laden sehen würde?
  8. Macht es mir Freude, wenn ich es sehe oder ich daran denke?

Seit ich „Early Retirement Extreme“ gelesen habe, fasziniert mich der Minimalismusgedanke, auch wenn ich von seiner Umsetzung noch weit entfernt bin. Ich finde Megans Fragen bilden eine sinnvolle Checkliste, wenn man zu den Jägern und Sammlern gehört.

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3 Antworten

3 Gedanken zu „Wie Sie sich leichter von etwas trennen

  1. Alexander

    „…Kann ich so ein Teil auch später noch besorgen?…“

    Ich glaube, dass das die entscheidende Frage ist. Weshalb sollte ich mir bspw. etwas „auf Vorrat“ kaufen, wenn ich es zu einem späteren Zeitpunkt – nämlich dann, wenn es tatsächlich benötigt wird – auch noch bekomme? Ausnahme: Irgendeine Sonderaktion, die gerade stattfindet.

    „…fasziniert mich der Minimalismusgedanke, auch wenn ich von seiner Umsetzung noch weit entfernt bin…“

    Stimmt! Wenn man sich so das Foto anschaut, gibt es tatsächlich noch Optimierungspotential ;-)))

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