Testbericht Varidesk Laptop 30

Als wir vor ca. 15 Jahren in unser Haus gezogen sind, habe ich mir gleich im Keller oder Souterrain (klingt besser) ein Büro eingerichtet. Ich war damals ganz stolz auf meine schönen Möbel mit Ecktisch, auf den man den Computerbildschirm zweckmäßig platzieren konnte. Die Krönung der Ergonomie dachte ich. wusste damals aber noch nicht, dass es einst heißen würde:

Das Sitzen ist das neue Rauchen!

Damals gab es diese wunderbaren flexiblen Steh- und Sitztische noch nicht, zumindestens habe ich nichts davon gewusst.

Nun wollte ich mir aber keinen neuen Stehsitztisch kaufen, denn (1) sind die Dinger nicht ganz billig und (2) hätten die dann auch nicht zur bestehenden Büroeinrichtung gepasst. Nun gibt es auf diversen Websites im Internet Bauanleitung für solche Tische in Hülle und Fülle, allerdings bezeichnet mich meine Tochter Kristina zu Recht als „Grobmotoriker“. Für derlei Bastelarbeiten bin ich völlig ungeeignet.

Klar, dass ich mich über ein Angebot der Firma Varidesk gefreut habe, einen ihrer höhenverstellbaren Tische auszuprobieren, in meinem Fall war es das Modell Laptop 30.

Geliefert wurde es in einem großen Karton und ich muss sagen, das Teil ist schon ziemlich schwer und wuchtig. Dafür ist es auch solide gefertigt und hochwertig verarbeitet. Da klappert nichts und filigrane leicht kaputtbare Mechanik sucht man vergebens. Einmal ausgepackt, stellt man den Tisch auf die dafür vorgesehene Fläche und das war es dann. Man muss keine besonderen Montagearbeiten vornehmen. Mir kommt das sehr entgegen, denn wie gesagt, ich bin ein Grobmotoriker.

Die Höhenverstellung erfolgt ganz einfach. Man drückt links und rechts zwei Griffe und kann dann den Tisch nach Belieben rauf und runter fahren. Lässt man wieder los. wird der Tisch an der Stelle arretiert.

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Das Arbeiten im Stehen funktioniert wunderbar, allerdings gibt es bei der Arbeit im Sitzen einen Pferdefuß. In der untersten Stellung ist der Tisch nicht optimal ergonomisch. Es gilt bekanntlich die Faustformel, dass sich die Oberkante des Monitors auf Augenhöhe befinden soll. Das lässt sich in der untersten Position leider nicht einrichten, denn die Tischplatte ist selbst schon ca. 15 cm hoch. Im Stehen funktioniert das Arbeiten jedoch wie es soll, also völlig problemlos und ergonomisch.

Meine Variante: Im Sitzen arbeite ich an meinem Desktopcomputer, wenn ich stehen will, wechsle ich zum Varidesk mit dem Laptop. Aus diesem Grund fahre ich den Tisch auch gar nicht mehr hinunter. Das funktioniert tadellos und mittlerweile habe ich mich an das Arbeiten im Stehen schon sehr gewöhnt. Ich stehe bei der Arbeit zwar nicht immer, aber immer öfter.

Fazit: Der Varidesk Laptop 30 ist ein grundsolider höhenverstellbarer Tisch, den ich nicht mehr missen möchte. Für die Arbeit im Sitzen gibt es einen kleinen Abzug, aber wir wollten ja ohnehin so wenig wie möglich sitzen. Wenn Sie also eine komplette Büroeinrichtung ihr Eigen nennen und sich keinen eigenen Stehtisch kaufen möchten, liegen Sie mit dieser Art Möbel richtig. Mir jedenfalls gefällt der Varidesk.

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BTW: An so einem Teil kann man auch ganz prima das Präsentieren an einem Rednerpult üben. Habe ich tatsächlich gemacht. Mehr davon demnächst.

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