Achtung! Der dicke Haken bei MS Outlook 2016 für Mac

Microsoft kann es einfach nicht lassen. Die neue Version von Outlook für den Mac kann ja schön sein wie sie will, aber wenn wichtige Funktionen nicht mehr enthalten sind, dann wird sie wertlos. „Verschlimmbessern“ nennt das der Volksmund. Und genau das ist bei Outook 2016 für den Mac wieder einmal passiert. Der Grund:

Es ist unmöglich, eine e-Mail direkt in eine Aufgabe zu überführen.

Dies ist aber der entscheidende Pluspunkt von Outlook. In der älteren Version Outlook 2011 für den Mac ging das, wenn auch nicht besonders elegant.

In der neuen Version ist dies nicht mehr möglich, wie dieser Thread belegt. Fazit: Ich habe das neue Office für Mac wieder deinstalliert und bin reumütig wieder zu Office 2011 zurückgekehrt. Gott sei Dank ging das problemlos. Was unter Windows passiert wäre, möchte ich mir gar nicht ausmalen.

Eine Frage bleibt aber offen:

Warum werden bei neuen Versionen auf äußerst selbstherrliche Weise einfach nützliche Funktionen gestrichen?

In diesem Fall wurde sogar eine USP gekillt, ein Feature also, das Outlook einzigartig gemacht hat. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

PS: Falls ich mich getäuscht habe und die Funktion mittlerweile wieder läuft, dann bitte ich um Benachrichtigung, nehme alles zurück und entschuldige mich in aller Form.

7 Antworten

7 Gedanken zu „Achtung! Der dicke Haken bei MS Outlook 2016 für Mac

  1. Stephan Lamprecht

    Hallo,

    so dramatisch finde ich das als eingefleischter Mac-Nutzer ohnehin hin. Diejenigen, die eine Aufgabenverwaltung benötigen, hatten auf dem Mac längst eine, bevor Outlook da auftauchte. (Things. Omnifocus, Todoist etc.) Ein USP sehe ich im Verschieben einer Mail in den Aufgabenblock nun keinesfalls. Und, aus meiner Sicht aber die entscheidende Antwort auf Ihre Frage. Client werden für Mails eben immer weniger genutzt. Im Firmenumfeld als Verbindung zu Exchange, ja. Aber ich selbst nutzt etwas seit 2 Jahren ebenfalls keine Software mehr, für Mails, sondern arbeite direkt im Browser. Und da ich Todoist nutze, wandle ich meine Mails da zu Aufgaben um. Das geht hervorragend. Wenn ich in die Glaskugel gucken müsste, würde ich vermuten, dass Outlook 2016 die letzte Version sein wird.

    Liebe Grüße
    Stephan Lamprecht

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    1. Stephan List Beitragsautor

      Ihre Aussage:

      Client werden für Mails eben immer weniger genutzt. Im Firmenumfeld als Verbindung zu Exchange, ja.

      ist nicht so trivial, wie Sie sie erscheinen lassen.
      Dazu meine 5 Cents: (1) Macs werden im industriellen Umfeld kaum genutzt, insofern kann ich Ihren Blick in die Glaskugel nachvollziehen, (2) die Industrie arbeitet in Deuschland immer noch zu gefühlten 95% mit Exchange Server und Outlook. Mein Blick in die Kugel: Daran wird sich auch in den nächsten Jahren so schnell nichts ändern.

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      1. Stephan Lamprecht

        Hallo, Herr List,

        die Industrie arbeitet in Deuschland immer noch zu gefühlten 95% mit Exchange Server und Outlook.

        Das ist nun aber mit Verlaub gelinde gesagt, nicht richtig. Die Industrie arbeitet mit Sicherheit nicht mit Exchange, sondern der Mittelstand. Da MS aber den Unterbau, sprich seinen Server, immer stiefmütterlicher behandelt, gehen die Exchange Zahlen zurück. Die stärkere Verbreitung von Mobile Devices und Entwicklungen wie BYOD schreien gerade zu nach HTML 5 basierten Weboberflächen. Und genau VOR diesem einem Hintergrund ist die Übernahme von Wunderlist durch MS sinnvoll. Und MS propagiert selbst deutlich den Umstieg in die Cloud, Stichwort Exchange Online mit Abrechnungen per User. Das ist von der Marge deutlich attraktiver als das ohnehin rückläufige Lizenzgeschäft.

        Wir können hier gern wetten. Aber das Outlook, wie Sie es kennen und Linenberger & Co es preisen, wird mit Office 2016 Geschichte sein. Es ist übrigens erklärtes Ziel von MS, eine einheitliche Codebasis zu pflegen. Und das deutet die Beta für Windows ja auch bereits an, wo auch viele Funktionen „fehlen“.

        Beste Grüße
        Stephan Lamprecht

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  2. Falk Schmidt

    Hallo Stephan (List),

    ich will mich gar nicht in Mutmaßungen hineinsteigern, was die Industrie denn nur wirklich nutzt. Nach meiner Wahrnehmung ist Exchange sehr häufig anzutreffen und oft das präferierte Zielszenario bei Migrationen bspw. von Notes (ja, das ist noch öfter im Einsatz, als man es glauben möchte).

    Aber zum Thema:
    Ich nutze Office für Mac seit Jahren und freue mich sehr auf die neue (und hoffentlich nicht mehr ganz so lieblos hingeschusterte) Version. Outlook halte ich schlicht für nicht relevant (und habe es nur anfangs mal ausprobiert und gleich wieder verworfen – dabei waren übrigens knapp 1000 Kontakte nicht bzw. nicht sauber exportierbar), da das abgekapselte Outlook der Idee von Mac-Software („best of breed“ statt „best suite“) diametral widerspricht. Es gibt ganz wunderbare Workflow-Integrationskonzepte, die mit einem Mac in Bezug auf Mail, Kontakte, Kalender, Task, usw. umsetzbar sind. Da kann Outlook einfach nicht mithalten und ist daher mehr als entbehrlich.

    Herzliche Grüße
    Falk

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    1. Stephan List Beitragsautor

      Hallo Falk,

      Danke für Deinen Kommentar. Könntest Du bitte ein Beispiel geben für solchen funktionierendes Workflow-Konzept? Das wäre prima. TIA, Stephan

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  3. Tomsiller

    Lieber Hr. List,

    Bin hier voll und ganz ihrer Meinung. Ich bin jetzt ca. 1 Jahr auf Mac (siehe hier http://goo.gl/9sLOSu) und möchte wirklich nicht mehr zurück, aber genau das was Sie schreiben bzgl. Outlook als Kommandozentrale ist definitiv das einzige was ich vermisse. Das aber umso mehr. Ich habe jetzt vieles auf Mac gesehen und probiert (Things, Nozbe, Todoist und aktuell Omnifocus) aber es kommt definitiv nichts an meine (ihre) alte Outlook-Lösung hin. Zum einen sind in keinem Tool die Sichten der Aufgaben so flexibel einstellbar wie in Outlook-Tasks und zum anderen eben das von Ihnen beschriebene Drag&Drop. Ich habe seit Monaten immer wieder gehofft (und dann die Hoffnung schon wieder verworfen), dass endlich die Office 2011 for Mac aktualisiert wird und nun das. Schöne(r) Schei…benkleister. Haben Sie Hoffnung, dass sich da noch was ändert?

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    1. Stephan List

      Hallo Herr Siller,

      schön, wieder von Ihnen zu lesen. 🙂
      Es gibt einen Thread auf der Supportseite von Microsoft zu diesem Thema: https://goo.gl/EUpbUw.
      Außerdem kann man einen Vorschlag zur Verbesserung von Outlook einreichen: http://office365.uservoice.com/.
      Ob das etwas ändert, wage ich zu bezweifeln. Erfahrungsgemäß zeigen sich Unternehmen wie Microsoft ziemlich hartleibig, was das Eingehen auf Userwünsche eingeht.
      Was mich ärgert: Sie hätten das alte Feature einfach nur bestehen lassen können und alle wären glücklich gewesen. Ich weiß wirklich nicht, welchem Vollpf… da wieder etwas eingefallen ist.
      Also, wie gesagt, die Hoffnung ist gering, aber sie stirbt zuletzt.

      Liebe Grüße,
      Stephan List

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