Die neue Arbeitswelt: Auf Augenhöhe?

Das Problem ist nicht Automatisierung, sondern Ausbeutung

Wenn ich auf die re:publica in unsere schöne Hauptstadt fahre, dann nicht zuletzt aus dem Grund, mich auf den neuesten Stand zu bringen.

Auch dieses Jahr wurde ich nicht enttäuscht, zumal nach 2013 auch Johannes Kleske wieder mit von der Partie war. In seinen Vorträgen denkt er die sog. „neue Arbeitswelt“ weiter. Und nein, seine Schlüsse werden so manchem, der sich der „Arbeit auf Augenhöhe“ verschrieben hat, ganz und gar nicht gefallen.

Als jemand, der das Glas bezüglich der neuen Arbeitswelt eher halb leer denn halb voll sieht, weiß nach dem Anhören seines Referats jetzt nicht nur, dass ich skeptisch bezüglich der Effekte der „Arbeit auf Augenhöhe“ bin, sondern auch warum. Kurz: Ich fühle mich auf den Stand gebracht. Dafür möchte ich mich bei Johannes bedanken.







Die diesjährige Präsentation ist eine logische Fortsetzung seines Referats auf der re:publica 13.

PS: Vor der re:publica durfte ich mir auf Einladung meiner Tochter die wunderbare Aufführung der „Dreigroschenoper“ des Berliner Ensembles anschauen. Vielleicht hat auch dieser Umstand dazu geführt, meine Sinne besonders zu schärfen. Wie heißt es im „Ersten Dreigroschen-Finale“?

Doch leider sind auf diesem Sterne eben
Die Mittel kärglich und die Menschen roh.
Wer möchte nicht in Fried und Eintracht leben?
Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so!

Ich fürchte, der Text von Bertold Brecht ist nach wie vor brandaktuell.

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