Warum Manager zu Ekelpaketen werden

Wir kennen alle Chefs, „Führungskräfte“ oder Manager, die, naja sagen wir einmal, „verhaltensauffällig“ sind. Nun stellen sich folgende Fragen:

  • Waren diese Ekelpakete schon immer so oder sind sie im Lauf der Zeit erst so geworden?
  • Muss man ein Ekelpaket sein, um in Managementpositionen zu kommen oder gelingt das auch umgänglichen Menschen?
  • Warum werden Menschen als Hierarchen so oft zu Ekelpaketen?

Scott Berkun ist der letzten Frage nachgegangen. In seinem Artikel „Top ten reasons managers become assholes“ benutzt er für „Ekelpaket“ einen anderen, vielleicht treffenderen Ausdruck und kommt zu folgendem Ergebnis:

  1. Sie bewunderten einen Chef, der ein Ekelpaket war
  2. Sie fühlen sich in ihrer Rolle unsicher
  3. Sie ziehen Einschüchterung der Führung von Mitarbeitern vor
  4. Ihr Leben ist vermurkst (Sch…)
  5. Sie sind von ihrem Weg abgekommen
  6. Sie jagen einer Beförderung hinterher
  7. Die ganze „Befehlskette“ ist vergiftet
  8. Das Peter-Prinzip kommt zum Tragen
  9. Sie sind gar keine Ekelpakete, sondern einfach nur unsensibel oder vergesslich
  10. Sie sind wie verrückt in sich selbst verknallt

Zu jeder dieser Gründe ließe sich eine eigener Beitrag schreiben. Eine Bemerkung meinerseits zum Punkt 5:

Ich empfehle Berufsanfängern dringend aufzuschreiben, was und wie sie arbeiten möchten. Das ist die Leitplanke für die eine Seite. Die Leitplanke für die andere Seite besteht darin zu notieren, was man auf keinen Fall tun möchte. Es empfiehlt sich, seine Arbeit (sein Leben?) mit Hilfe dieser Liste von Zeit zu Zeit kritisch zu überprüfen: Bin ich noch in der Spur oder drifte ich langsam in eine Richtung ab, in die ich gar nicht will?

Machen wir uns nichts vor, wir leben mit unserer Umwelt in einer Wechselbeziehung. Wir werden von ihr beeinflusst und beeinflussen sie ebenfalls. Da macht es Sinn, ab und zu die Außenperspektive einzunehmen und einen Blick auf das eigene Tun zu werfen.

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