Wie Sie einem „Guru“ auf den Zahn fühlen

Sie kennen sicher das Märchen von „des Kaisers neue Kleider“ von Hans Christian Andersen. Was im Märchen der Kaiser, ist in vielen Besprechungen, Tagungen oder Konferenzen der „Experte“. Nicht immer wissen wir, ob der Sprücheklopfer wirklich ein Experte ist oder sich nur dafür hält.

Scott Berkun stellt uns in seinem Artikel „How to Call Bullshit on a Guru“ ein paar Fragen vor, mit dem wir dem vemeintlichen Experten auf den Zahn fühlen können:

  • Frage: Haben Sie das selbst gemacht?
  • Frage: Woher wissen Sie, was Sie wissen?
  • Frage: Auf welche Gelegenheiten ist Ihre Theorie nicht anwendbar?
  • Frage: Warum scheitern so viele Menschen daran?

Scott warnt allerdings vor voreiligen oder unfairen Schlüssen, wie zum Beispiel:

  • Ein sachlicher Fehler stellt noch nicht die ganze Theorie oder die Person in Frage
  • Benutzen Sie nicht den Experten als negativen Trittstein
  • Fordern Sie nicht, unmittelbar zufrieden gestellt zu werden

Bei alledem ist etwas Vorsicht angesagt, schließlich wurde der Philosoph Sokrates wegen seiner penetranten Fragerei hingerichtet.

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2 Antworten

2 Gedanken zu „Wie Sie einem „Guru“ auf den Zahn fühlen

  1. Oliver Gassner

    1) Also Sokrates wurde wegen u.a. Zweifel an Gölttern und ‚Verderbnis der Jugend‘ zum Tod verurteilt Hingerichtet hat er sich selbst.

    2) Man muss ich auch klar machen, dass Gurus meist von außen als solche bezeichnet werden, kaum ein Guru bezeichnet sich als Guru. WENN er das tut, sind in der Tat Nachfragen angemessen Und nicht für alle Fälle passen obige Nachfragen. Man stelle Sie mal seinen Pastor.

    Leben nach dem Tod: Haben Sie das schon gemacht? etc. 😉

    Ein Philosoph sagte auch mal (sinngemäß): Philosophen sind Wegweiser, keine Wanderer. (ggf war es Scheler)

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    1. Stephan List Beitragsautor

      Zu 1): Richtig das waren die Punkte der Anklage. Es stimmt auch, er hat den Schierlingsbecher tatsächlich selbst getrunken.

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