Warum „Trello“ so erfolgreich ist

Ich weiß, es gibt eine Menge Leser des Toolblogs, die „Trello“ wärmstens empfehlen. Hinter dem putzigen Namen steckt eine Anwendung, die die Kanban-Methode auf Projekte abbildet, die im Team gestemmt werden müssen. Trello ist mittlerweile sehr erfolgreich und warum das so ist, hat Klint Finley in einem Artikel beschrieben: Why a Simple To-Do List Tool Is Winning Over Legions of Fans.

In dem Beitrag porträtiert Klint nicht nur die Macher von Trello, sondern gibt auch noch einen kleinen Einblick in die Funktionsweise von Kanban im Projektmanagement. Auch auf dem Toolblog wird Kanban für die persönliche Aufgabenorganisation erklärt, nämlich hier und hier.

Ich selbst setze übrigens für meine persönlichen Projekte nicht auf Personal Kanban. Ich ziehe es vor, diese Aufgaben, die aus mehr als einem Schritt bestehen und innerhalb eines Jahres zu erledigen sind (so die Definition nach David Allen), mit Mind-Maps zu strukturieren und zu planen. Für die Arbeit in Teams hat die Kanban-Methodik jedoch durchaus ihren Charme, finde ich.

 

2 Antworten

2 Gedanken zu „Warum „Trello“ so erfolgreich ist

  1. Mike Leber

    Hallo Stephan,

    Nachdem’s einer meiner Leistungsschwerpunkte ist, fühle ich mich ein wenig verpflichtet, Deinen Hinweis auf Trello zu kommentieren:

    Trello ist tatsächlich recht nett dafür geeignet, eine Art von Zettelwirtschaft in endlos vielen Listen abzulegen. Nicht mehr und nicht weniger. Aber wenn der Autor Deiner zitierten Referenz auch die Kanbanmethode im Zusammenhang mit Trello ausführt, hat dieses ebenso wenig mit Kanban wie z.B. mit einer Auftragsverwaltung oder sonstigen Fachlichkeit zu tun, die ggf. „Zetteln“ als Visualisierungselement verwenden könnte. Das gilt auch für „Personal Kanban“.

    Leider wird Trello immer wieder im Kontext mit Kanban erwähnt, was dazu führt, dass manche meinen mögen, Kanban sei eben nicht mehr als „Zetteln auf einem Board“. Erstens ist Visualisierung in Kanban nur ein sehr kleiner Ausschnitt der Methode. Zweitens ist diese in Trello völlig unzulänglich abbildbar – also quasi nicht unterstützt (keine Berücksichtigung von WIP-Limits, keine Möglichkeit zur Strukturierung nach Arbeitstypen, keine Strukturierbarkeit von Workflows, und natürlich keine daraus resultierende Visualisierung möglicher Metriken). Wie gesagt,das was Kanban mit der Visualisierung bezweckt, erwähne ich hier gar nicht weiter.

    Daher: Trello kann Kanban so ziemlich gar nicht adressieren. Und da hilft auch die EInfachheit von Trello nicht weiter.

    Wer sich dazu mal ein geeignetes Tool ansehen möchte, wirft zB einen Blick auf LeanKit. Keine Werbung, aber eines der besten Werkzeuge dazu am Markt.

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  2. Susannna Künzl

    Trello ist ein sehr nützliches Tool, das seine Stärken aber wirklich erst im Team ausspielt. Kanban allein – das bringt einen nicht weiter. GTD ist für die Verwaltung eigener Projekte und besonders für den Workflow eigener Aufgaben von der Feststellung, das es etwas zu tun gibt, bis zu Umsetzung im geeigneten Kontext das Tool der Wahl.

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