Gastbeitrag: Wie Sie Umfragen intern in Unternehmen einsetzen können




Von Stefan Henze stammt der folgende Gastbeitrag. Vielen Dank dafür. 🙂

Das Sprichwort „Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“ kann im übertragenen Sinne auch auf Unternehmen angewandt werden. Vom kleinen 5-köpfigen Start-Up bis hin zu großen Konzernen zählt die Leistung jedes einzelnen Mitarbeiters, um in der Wertschöpfungskette exzellente Ergebnisse erzielen und sich damit einen Vorsprung vor der Konkurrenz verschaffen zu können. Während Analysen, Beobachtungen und eine durchdachte Organisation mögliche Schwachpunkte im Unternehmen zwar hervorheben können, haben Befragungen zahlreiche Vorteile, die weit über die Identifizierung eines Schwachpunktes hinausgehen.

Viele Unternehmen und Unternehmer setzen Umfragen schon häufig im Alltag ein, auch für bestimmte Ereignisse und Ergebnisse werden sie gegenüber Kunden und teilweise sogar Geschäftspartnern genutzt. Interne Umfragen stellen eine weitere Möglichkeit dar, die bisher unverständlicherweise weitestgehend ungenutzt bleibt, obwohl sie erstklassige Erkenntnisse bei einem überschaubaren Aufwand liefern kann. Ein Unternehmen ist schließlich nur so stark, wie seine Mitarbeiter und deren Einsatz. Leistung bemisst sich nicht nur nach fachlichem Know-How, sondern auch nach ihrer Zufriedenheit und Stellung im Unternehmen. Eine Befragung gegenüber Mitarbeitern kann deshalb allein schon aus dem Grund helfen, dass den Mitarbeitern tatkräftig signalisiert wird, dass ihre Meinung geschätzt, geachtet und ausdrücklich verlangt wird. Dank anonymer Umfragen bleiben Mitarbeiter zudem geschützt und können dennoch ihre authentische und ehrliche Meinung signalisieren, ohne hierfür moralisch bedenkliche Konsequenzen fürchten zu müssen.

Fühlen sich Mitarbeiter an ihrem eigenen Arbeitsplatz wohl, identifizieren sich mit dem Unternehmen und gehen über „Leistung nach Vorgabe“ hinaus, spiegelt sich das mindestens mittel- und langfristig auch im Unternehmen und dessen Erfolg wider. Die populärste Möglichkeit, um Umfragen unter Mitarbeitern zu realisieren, ist über digitale Fragebögen. Diese können von den Mitarbeitern je nach Zeit ausgefüllt werden, lassen sich durch die passende Software anonymisieren und liefern dank passender Schnittstelle sogar eine Auswertung in Echtzeit. Zugleich können die Umfragen sogar mobil abgewickelt werden, beispielsweise wenn das Unternehmen viele Vertriebs- und Außendienstmitarbeiter beschäftigt. Die erzielten Erkenntnisse können eingesetzt werden, um das Feedback der Belegschaft zu Verbesserungen zu nutzen, punktuelle Veränderungen vorzunehmen oder sogar gänzlich eine neue Struktur zu implementieren. Zugleich haben die Erkenntnisse der Befragung nicht nur einen temporären Vorteil, sondern liefern auch ihren Beitrag, um den Arbeitsplatz für künftige Mitarbeiter so angenehm wie möglich zu gestalten. Das ist besonders wichtig, wenn das Unternehmen beim Anwerben der neuen Mitarbeiter mit anderen Unternehmen konkurrieren muss – beispielsweise in der IT- oder Werbebranche, wo kontinuierlicher Fachkräftemangel herrscht.

Fragestellungen und ihr praktischer Nutzen nach der Befragung

Die primären Fragestellungen bei Umfragen gegenüber Mitarbeitern sind selbstverständlich jene, die die Zufriedenheit am Arbeitsplatz berücksichtigen. Aus diesen können später verschiedene weitere Erkenntnisse abgeleitet werden, beispielsweise auch zur Loyalität des Mitarbeiters, seiner generellen Leistungsbereitschaft und wie hoch die Chance ist, dass dieser sich längerfristig im Unternehmen sieht. Ebenso lassen sich durch diese Befragungen, mit angepassten Fragestellungen, auch versteckte Potentiale herausfinden. Dieser Vorgang wird besonders in mittelständischen und großen Unternehmen gern genutzt, wo eine oder mehrere Führungspositionen zu vergeben sind. Über ausgewählte Fragestellungen lässt sich herausfinden, welche Mitarbeiter die natürlichen Anlagen für eine Führungsposition mitbringen, ob sich die jeweiligen Mitarbeiter selber in dieser Position sehen und natürlich ob auch der notwendige Ehrgeiz vorhanden ist.

Befragungen sollten idealerweise in regelmäßigen Intervallen oder bei fundamentalen Veränderungen der Belegschaft durchgeführt werden. Schon innerhalb von wenigen Monaten kann sich die Einstellung eines Mitarbeiters zu seinem Unternehmen grundlegend verändern, weshalb derartige Fälle, sowohl positiv als auch negativ, schnell festgestellt werden sollten, um entsprechend darauf reagieren zu können. Die Fragestellungen können in diesem Fall verändert werden, jedoch besteht nicht immer zwingend ein derartiger Handlungsbedarf. Primär sollten aktuelle Erkenntnisse gewonnen und genutzt werden, außerdem wird Mitarbeitern bei regelmäßigen Umfragen auch die Wichtigkeit ihres Feedbacks hervorgehoben.

Damit die Befragungen tatsächlich aussagekräftige Ergebnisse erzielen können, ist eine professionelle Handhabung des kompletten Prozesses notwendig. Während bei Kunden ein authentisches und ehrliches Ergebnis erwartet werden kann, da Unternehmen und Kunden in einer anderen Beziehung als Geschäftsführung und Mitarbeiter stehen, kommt es bei Mitarbeiterbefragungen vor allem auf die richtige Fragestellung an. Zudem sollte der Prozess der Befragung und Auswertung so reibungslos und zielführend wie möglich abgewickelt werden. Ein professioneller Dienstleister für Umfragen und Befragungen kann über die passende Software, fachliches Know-How und Erfahrung eine Grundlage schaffen, auf der empirische Ergebnisse erzielt und im Anschluss weiterverarbeitet werden. Das Unternehmen Netigate bietet derartige Dienste und sogar eine Spezialisierung auf Befragungen gegenüber Mitarbeitern an. DieMitarbeiterloyalität lässt sich in diesem Fall über einen speziellen Akkumulator samt grafischer Auswertung ermitteln und darstellen.
Mitarbeiterbefragungen sind wichtig, erzielen (richtig ausgeführt) wertvolle Ergebnisse und dienen, anders als mitunter wahrgenommen, in erster Linie den Mitarbeitern. Dieser Umstand sollte im Vorfeld in jedem Fall auch entsprechend zur Belegschaft kommuniziert werden.

 

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