Wie wichtig sind eigentlich Ziele?




Vor ein paar Tagen bin ich über einen Blogbeitrag von James Clear gestolpert: The case for having no goals in your life: Why it might lead to more success and happiness. Meine Erwähnung auf Google+ hat für einige Kommentare und Tweets gesorgt. Offensichtlich gibt es keine Zufälle, denn auch Marcus Raitner beschäftigt sich mit dem Thema “Ziele und Visionen”: Leere Worte (Hinweis und Kommentare auf Google+).

In meinem Freundeskreis bin ich bekannt dafür, dass ich diesen Visionen und Zielen sehr skeptisch gegenüber stehe. Irgendwann (Achtung, es kommt eine Vision!) schreibe ich mal eine Polemik mit dem Titel “Fetisch Ziel”. In der Wirtschaftswelt ist der Begriff fast schon unantastbar. Er wird quasi als conditio sine qua non betrachtet, ohne die wirtschaftliches Handeln nahezu unmöglich sei. Ist das wirklich so? Ich bezweifle das und möchte das gerne einmal kritisch hinterfragen.

Noch schwieriger wird der Gebrauch des Zielbegriffs, wenn er mit individuellem persönlichem Wachstum verknüpft wird. Ist ein sinnvolles erfülltes Leben ohne ausdrücklich formulierte Ziele tatsächlich nicht möglich, wie uns manche Selbstmanagementgurus glauben machen wollen? Und was ist mit der Vernetzung oder gar Verstrickung mit äußeren Umwelten? Der Volksmund sagt:

Der Mensch denkt und Gott lenkt!

Gibt es Alternativen zu diesem Konstrukt “Ziel”? Und wenn ja, wie könnten sie aussehen? Vielleicht können wir das auf dem PMCamp in Dornbirn nächstes Wochenende klären.

Frank Hamm wies mich heute per Twitter auf einen Artikel von Dan Pedersen hin:
Why Goal Setting Is Overrated.
Dankeschön!

 

4 Antworten

4 Gedanken zu „Wie wichtig sind eigentlich Ziele?

  1. Pingback: Ziele | mampel´s welt

  2. Forticus

    Ein festes Ziel vor Augen zu haben klingt (für mich) wie eine Karotte fest an einem Stock, dessen anderes Ende auf meinem Kopf festgemacht ist …
    Das, was ich bisher erreicht habe waren eher Ergebnisse von Projekten, die sich irgendwann einmal aus einer Idee entwickelt haben. Es mag spitzfindig sein, aber projektorientiert zu arbeiten klingt für mich nach mehr Flexibilität als ein (festes) Ziel.

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