Brainstorming funktioniert, oder auch nicht




Schon seit langem führt die Expertenrunde die Debatte, ob Brainstorming überhaupt funktioniert oder eben auch nicht. Ich habe im ToolBlog darüber berichtet. Damit sich der geneigte Leser selbst ein Bild machen kann, habe ich ein paar interessante Links zum Thema zusammengetragen:

Mich persönlich überzeugen diese Anti-Statements nur teilweise. Dafür habe ich schon an zu vielen erfolgreichen Brainstorming-Sessions teilgenommen. Hier ein paar Hinweise, wie ein Brainstorming gelingen kann:

Für die visuellen Typen unter uns gibt es auch eine Infografik zum Brainstorming:

Brainstorming

2 Antworten

2 Gedanken zu „Brainstorming funktioniert, oder auch nicht

  1. James Lee

    Wir haben 2012 bei teamworkblog.de unser Skepsis zum Thema Brainstorming geäußert (Link: http://www.teamworkblog.de/2012/01/ist-teamwork-noch-sinnvoll.html). Es ist dort zu lesen, wie die Wissenschaft schon in der 1980er Jahre gezeigt hat, dass traditionelle Brainstorming (gemeinsam in Gruppen Ideen ausdenken) weniger Ergebnisse schafft, als Verfahren, wo Teilnehmer alleine arbeiten. Durch das s.g. „Production Blocking“ ist mein Gehirn durch die Äußerungen anderer in seinen Denkprozessen unterbrochen. Dieser Faktor war wichtiger als Selbstzenzur oder Gruppenzwang. (Leider sind diese wissenschaftlichen Ergebnisse nie an die Business Welt bzw. MBA-Studiengänge angekommen.)

    Neu zu der Debatte haben wir ein interessantes Buch von Wolfgang Erharter, „Kreativität gibt es nicht“ (Link: http://www.amazon.de/Kreativit%C3%A4t-gibt-nicht-geniale-erarbeiten/dp/3868813322). Sein Argument: kein einzelner Mensch, den wir als „kreativ“ bezeichnen (Einsein, Picasso, Stravinski et al.), selbst über Kreativität bzw. ihrem „Kreativitätsprozess“ spricht. Sondern, sie reden alle nur von „Produktivität“. D.h. wenn ich kreativ sein möchte, muss ich mein Handwerkszeug kennen, dann muss ich üben, üben, üben.

    Also, Absatz 1 + Absatz 2 = Brainstorming hat es äußerst schwer, wirklich neue Ideen zu generieren. Wenn das Gerede der anderen Teilnehmer meine Gedanken stört, komme ich auf nichts gutes.

    Wir haben bessere Erfahrungen gemacht mit Einzelarbeit, die später einer Gruppe präsentiert und dann kritisch diskutiert wird. Dafür braucht man allerdings eine reife „Firmenkultur“, wo Fehler erlaubt sind und Kritik/Feedback als Geschenk gesehen wird.

    Viele Grüße
    James Lee

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