Wie Sie aus einem iPad ein Laptop machen

Als Eigentümer eines Uralt-Laptops trage ich mich mit dem Gedanken, mir demnächst ein neues Gerät anzuschaffen. Ersatzinvestition nennt das der Fachmann. Da ich viel auf Achse bin, lege ich großen Wert auf geringes Gewicht. In letzter Zeit hat sich einiges getan. Apple war Vorreiter (wie immer) mit dem Macbook Air, aber Gott sei Dank hat auch die Windows-Fraktion seit einiger Zeit die Ultrabooks im Angebot. Vielleicht kann ich mir die Anschaffung aber auch komplett sparen, denn ich besitze jetzt schon ein iPad und ich frage mich, ob ich die anfallenden Routinearbeiten unterwegs auch mit dem Eierbrett erledigen kann.

Bakari Chavanu hat sich des Themas angenommen und beschreibt in seinem Artikel „How To Make Your iPad a Laptop Replacement„, wie der Laptopersatz konkret aussehen könnte. Er stellt ergänzende Hardware vor (Tastatur!) und benennt auch einschlägige Programme, mit denen sich das iPad effizient nutzen lassen soll. Ehrlich gesagt, überzeugt hat mich das alles nicht. Für mich ist das iPad nach wie vor ein Toy, das Laptop dagegen ein Tool. Wie sehen Sie das? Können Sie mit dem iPad Ihre Arbeit erledigen? Ich bin für sachdienliche Hinweise dankbar.

7 Antworten

7 Gedanken zu „Wie Sie aus einem iPad ein Laptop machen

  1. Daniel

    Hier ist die Standardantwort: „Das kommt darauf an.“ mal wieder die richtige — und „darauf“ umfasst u.a. die Frage, was man unterwegs machen möchte/muss.

    Ja, man kann mit dem iPad präsentieren (Keynote) und auch Texte schreiben (Pages). Letzteres nur mit externer Tastatur, alles andere ist sehr … umkomfortabel. eMails (Mail, web client) gehen auch. Sehr gut geht auch das Lesen und annotieren von PDF-Dokumenten (Good Reader).

    Aber wirklich mit Inhalten arbeiten — sehr schwierig. Zum einen sind die Apps nicht auf dem Niveau der Mac/PC Varianten und man muss immer damit rechnen, dass Dateien, die z.B. per eMail reinkommen, nicht geöffnet werden können (auch bei unterstützten Formaten). Klar, man kann leicht Dateien über WLAN/3G verschicken, aber man stößt sehr schnell an die Grenzen.

    Kurz gesagt, wenn ich für ein paar Tage unterwegs bin und „nur“ auf dem laufenden gehalten werden möchte, reicht mir ein iPad. Aber wenn ich wirklich arbeiten will, packe ich ein MacBook ein. Nicht nur, weil ich viele Daten nicht der Cloud anvertraue.

    In der Hinsicht — stark von der konkreten Verwendung abhängig.

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  2. Ralph

    Aus einem iPad kann niemand einen Laptop machen. Aber mit meinem iPad mini kann ich einen großen Teil meiner Arbeit erledigen.
    Ich sehe das iPad nicht als Spiel-, sondern als Werkzeug.

    Mich wundert, dass bislang Documents von Readdle nicht genannt wurde. Für mich die bessere Alternative zu Goodreader. iThoughts HD, Pages, Numbers, Keynote. Dazu OmniFocus, Pocket. Schon ist das meiste zu erledigen.

    Für den Austausch owncloud als WebDAV auf gemietetem Server in Deutschland. Für kritische Inhalte TeamDrive. Dazu MiniKeePass.

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    1. Alain Wohlfarth

      Documents habe ich auch ausprobiert und Du hast recht es ist eine alternative zu Goodreader. Sehr gut finde ich Deinen Hinweis auf Own Cloud. Ich habe eine Test Installation am laufen und ich bin noch nicht berzeugt.

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  3. Andreas

    Auf Konferenzen komme ich mit dem Ipad+ Tastatur klar, aber programmieren und längeresTexten geht nur auf dem MacBook Pro.
    MB Air fällt wohl wegen zu kleinem Bildschirm (Brillenträger) aus, das untersuche ich noch.

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  4. Christopher

    also ich habe das iPad ausschließlich für Audits gekauft, um gleich vor Ort meine Checkliste und Fotos erledigen zu können. Alleine dafür hat es sich vollkommen gelohnt und ich bereue den Kauf keine Sekunde. Der richtig nervige Aspekt ist die fehlende Tastatur, da ich blind schreiben kann und somit beim Rückfall auf die Adlermethode immer Blutdruck kriege.

    Mittlerweile hat sich das Pad sich doch ziemlich in meinen Alltag geschummelt und ich lasse es ungerne zu Hause. Allerdings ist es tatsächlich so, dass viele Sachen nur am Computer (in meinem Fall Laptop mit Zusatzbildschirm und externer Tastatur) so richtig gut funktionieren.
    Außerdem dient es als Einstiegsdroge für E-Books – alleine die Möglichkeit, seine Notizen und Hervorhebungen noch mal schnell nachzusehen… aber zum Einschlafen ist es etwas schwer (wer schon mal ein iPad auf’s Auge gekriegt hat, weil es ihm beim Wegnicken aus den Händen geglitten ist, weiß was ich meine).

    Für Termine, wo ich nur schnell was notieren und evtl. fotografieren muss, nehme ich nur iPad und externe Tastatur mit. Dabei habe ich mir angewöhnt, das Pad direkt vor mir auf den Tisch zu legen und die Tastatur dahinter. Das funktioniert bei mir hervorragend, auch wenn mich die Leute manchmal etwas komisch angucken.

    Ehrlich gesagt wiegt so ein iPad ja fast nix und ich nehme es oft mit, wenn ich mit dem Laptop unterwegs bin, zumal man es „semistationär“ mit entsprechender Software ja auch als zweiten Bildschirm benutzen kann.

    Früher habe ich über die Deppen gelacht, die mit iPhone, iPad, MacBook und Kindle am Start sind – und jetzt muss ich über mich selber lachen.

    Software: Evernote, Good Reader, Bento (für Checklisten!), Chrome, Reeder. Ich habe DataViz Office aber benutze es erstaunlich selten.

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  5. Dave

    Das kommt auf den Einsatzzweck an. Aber für aufwändigen Videoschnitt ist ein iPad ungeeignet, wohingegen ein gut ausgestatteter Laptop (CPU, Arbeitsspeicher, Grafikkarte) da gute Dienste leisten kann.

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