Hilf Dir selbst: Die Kollegiale Beratung

Es gibt keine Zufälle. Letzte Woche habe ich einen Workshop zum Thema „Umgang mit Veränderungen“ begleitet und dort die Methode der „Kollegialen Beratung“ vorgestellt (…und auch an Praxisfällen ausprobiert).

Die Grundidee ist, dass in einer Arbeitsgruppe genug Erfahrungswissen vorhanden ist, um einzelnen Kollegen bei Problemfällen hilfreich zur Seite stehen zu können. Damit aus der Beratungsrunde kein Kaffeeklatsch mit Allgemeinplätzen wird, sollte ein ganz bestimmter Ablauf eingehalten werden. Einen solchen Ablauf beschreibt Rüdiger Klepsch in seinem Artikel: Beraten können wir uns selbst.

Mein bevorzugter Ablauf ist etwas anders als der im Artikel geschilderte. Aber das ist vielleicht auch Geschmacksache. Einig bin ich mit dem Autor, dass die Kollegiale Beratung „eine sehr wirksame und zudem sehr preiswerte Form der Problembewältigung“ darstellt. Darüberhinaus trägt sie dazu bei, dass durch das Herstellen eines von gegenseitigem Verständnis der Teamgeist gestärkt wird und gerade ein Führungskreis lernt, nach außen mit der gleichen Sprache zu sprechen.

Ziel der Kollegialen Beratung ist die selbstständige Lösung auftretender Praxisprobleme (Führung, Umgang mit Konflikten, Organisation u.a.) im Team. Die Methode ist hochwirksam und nicht sehr aufwändig. Allerdings sollte sie gelernt und geübt werden. Wenn Sie Interesse daran haben, dann sprechen Sie mich an. Ich zeige Ihnen, wie es geht.

KollegialeBeratung

[Foto von taliesin [via morgueFile]

3 Antworten

3 Gedanken zu „Hilf Dir selbst: Die Kollegiale Beratung

  1. Michael Peuß

    Ich glaube auch, dass mangelnde Kommunikation sehr oft die Ursache für Probleme ist oder zumindest dafür, dass die Probleme nicht schnell gelöst werden können.
    „Beraten können wir uns selbst“ hört sich ganz schön provokant an, finde ich 🙂
    Viele Grüße
    Michael Peuß

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  2. Stephan

    Ja, aber die Wirkung dieser Methode ist tatsächlich erstaunlich. Das Verfahren ist erprobt und auch unter dem Fachausdruck „Intervision“ bekannt. Klar, alles kann man damit natürlich nicht, aber der tägliche Ärgerkram lässt sich im _vertrauten_ Kollegenkreis schon erfolgreich bearbeiten.

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  3. Lutz Berger

    Ohne zu wissen, dass es diese Methode gibt, und – ich gebe es zu – ohne uns streng an den Ablauf zu halten, haben wir diese Beratungstechnik im Kollegenkreis schon genutzt.
    Interessant ist die Nebenbemerkung „gerade ein Führungskreis lernt, nach außen mit der gleichen Sprache zu sprechen“. Da kenne ich die ein oder andere Stelle, an der das vielleicht helfen könnte. 😉

    Vielen Dank für den Hinweis auf die Technik und den Artikel.

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