Das Peter-Prinzip unter der wissenschaftlichen Lupe

Sie kennen sicher das Peter – Prinzip. Wenn nicht, dann lassen Sie uns in den entsprechenden Artikel der Wikipedia schauen. Dort heißt es:

Das Peter-Prinzip ist eine These von Laurence J. Peter, die besagt, dass „in einer Hierarchie […] jeder Beschäftigte dazu [neigt], bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.

Oder anders herum: Wenn ein Mitarbeiter auf einer bestimmten Hierarchieebene kompetent ist, dann heißt das nicht, dass dies auch auf die nächsthöhere Stufe zutrifft. Ein Befund, den wir sicher schon oft im Arbeitsalltag auf seine Richtigkeit überprüfen konnten. Vor jeder Beförderung sollte man sich bei einem Kandidaten die Frage stellen, ob mit der neuen Stellen nunmehr die Stufe der Unfähigkeit erreicht sein könnte. Das Ende der Fahnenstange sozusagen. Man würde der Organisation und auch dem Betroffenen sicher eine Menge ersparen, wenn man dies erkennen könnte.

Alessandro Pluchino, Andrea Rapisarda und Cesare Garofalo haben das Peter-Prinzip erneut untersucht, indem sie verschiedene Beförderungsstrategien mit dem Computer simuliert haben:  The Peter Principle Revisited: A Computational Study. Das Ergebnis lautet kurz und knapp, selbst wenn man abwechselnd den schwächsten und den stärksten Kandidaten befördert oder gar das Zufallsprinzip anwendet, so ist das Ergebnis zumindest nicht schlechter als die “klassische” Beförderung des kompetentesten Kandidaten. Wie die Autoren das begründen, können Sie in der entsprechenden Studie nachlesen (pdf-Datei). Machen Sie sich auf eine anspruchsvolle Lektüre gefasst.

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