Wer ist Freund oder Feind in Ihrem Projekt?

Bevor man ein Projekt startet, macht es Sinn, das Spielfeld genauer anzuschauen und die darauf versammelten Mitspieler. Wer gehört zu den Gegnern, wer wird mich unterstützen, wer steht dem Vorhaben neutral gegenüber? Stakeholder nennt die Fachsprache diese Mitmenschen. Laut Wikipedia bezeichnet der Ausdruck

eine Person oder Gruppe, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf oder Ergebnis eines Prozesses oder Projektes hat.

Und in der Tat sollte man sich vor allem bei Veränderungsprozessen in der Vorabanalyse nicht nur auf Zahlen, Daten, Fakten konzentrieren, sondern auch die zwischenmenschliche Seite in den Blick nehmen. Rachel Thompson zeigt uns ein Verfahren, wie man ein solche Stakeholderanalyse vornehmen kann: Stakeholder Analysis – Winning Support for Your Projects. Sie benutzt dazu die bekannte 4-Felder-Darstellung mit den Dimensionen “Macht” und “Interesse”. Die einzelnen “Mitspieler” werden dann in die Felder platziert und dann entsprechenden Kommunikationsoptionen zugeteilt.

Ich selbst habe eine solche Analyse bislang immer nach dem Kraftfeldmodell von Kurt Lewin vorgenommen. Die Grundfrage lautet hier: Wer bringt mich meinem Ziel näher, wer könnte mich auf dem Weg zum Ziel behindern? Wer könnten die Gewinner bei dem Projekt sein, wer die Verlierer? Allerdings gibt es hier keinen “objektiven” Maßstab. Ratsam ist es, sich immer in die Rolle des jeweiligen Stakeholders zu versetzen. Denn wenn sich jemand als Verlierer fühlt, dann ist das so. Subjektive Wahrheit nennt man das.

Schreibe eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.