Das iPhone als Profikamera




Auf meiner Reise an die amerikanische Ostküste diesen Mai habe ich das erste Mal komplett auf die Kamera verzichtet und statt dessen mein iPhone benutzt. Es gab nur einen einzigen Grund dafür, und zwar pure Bequemlichkeit. Von einem Profifotograf, dessen Name mir entfallen, stammt der Satz:

Die beste Kamera ist immer die, die man gerade dabei hat.

Und da ich das Smartphone ohnehin immer dabei habe, ist es nur konsequent, es auch gleich als Fotoapparat zu benutzen. Nun bin ich kein Profi, meine letzten Experimente mit Spiegelreflex und Dunkelkammer fanden während meiner Studentenzeit statt. Die Ansprüche sind also nicht allzu hoch, aber ich finde dennoch, dass das iPhone eine erstaunliche Qualität abliefert, selbst bei mangelhaften Lichtverhältnissen.

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Allerdings habe ich manchmal die Möglichkeit vermisst, die Brennweite zu verändern. Doch es gibt Abhilfe. Heute habe ich mir für knapp 40 € (!) ein Set mit Objektiven für das iPhone bestellt. Schon klar, der Profi wird die Nase rümpfen, aber das Ausprobieren hat mich allzu sehr gereizt. Ich bin gespannt.

Übrigens ist die Idee, das Smartphone als alleinige Kamera zu benutzen, gar nicht so weit hergeholt. Der koreanische Fotograf Dan Chung vom “Guardian” hat alle seine Bilder von den Olympischen Spielen in London mit iPhone, einer iPhone Linse von Schneider und der App Snapseed gemacht, wie Kevin Töpfer berichtet. Seine Fotos hat er in einem eigenen Fotoblog veröffentlicht: Dan Chung’s Olympic smartphone photoblog. Sicher ist die verwendete Schneider Linse von einer anderen Qualität, als das Geraffel, das ich mir gerade bestellt habe. Sei’s drum. Auf dem Dans Fotoblog kann man sehen, was das wichtigste Utensil eines guten Fotografen ist: Sein geschultes Auge.

BTW: Rainer Schuldt gibt Ihnen in seinem Beitrag “Die perfekte iPhone-Kamera” noch mehr Tipps, wie sich das Letzte aus dem Smartphone herausholen lässt.

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