Die Besprechung im Stehen: So wird sie erfolgreich




Letztes Jahr habe ich in einem Beitrag auf die Vorteile der Besprechung im Stehen hingewiesen. Offensichtlich ist diese Form gerade sehr in Mode. Da bleibt es nicht aus, dass sich auch die kritischen Stimmen mehren. Eine dieser Stimmen gehört Laurent Kubaski, der seinen Ärger unmissverständlich äußert: Why I Hate SCRUM Daily Stand-up Meetings. Im passt es nicht,

  • dass er genau gesagt bekommt, wann er frühmorgens zu erscheinen hat
  • dass er auf jeden warten muss, bevor er mit der Arbeit anfangen kann

und er mag diese Besprechungen nicht,

  • weil er keine tägliche Besprechung braucht, in der er erfährt, wie weit jeder mit seiner Aufgabe ist
  • weil er auch so weiß, wen er um Hilfe bitten muss, wenn was schiefläuft
  • weil er erwachsen ist

Matthew Hodgson hat auf diesen Ausbruch fürchterlichen Zorns gleich reagiert und überlegt, wie Abhilfe zu schaffen ist.  In seinem Beitrag “Why people hate Scrum’s daily stand-ups and what to do about it” schlägt er als Maßstab ROTI vor. ROTI heißt “return on time invested”. Damit beurteilen die Teilnehmer, wie fruchtbar eine Besprechung (oder eine andere Aktivität) war. Die Ergebnisse werden dann gesammelt, grafisch aufbereitet und gemeinsam diskutiert.

Sie merken schon, hier geht es um den guten alten Feedbackbogen und um Metakommunikation. Ich habe gar nichts dagegen, wenn alte bewährte Methoden ausgegraben und wiederbelebt werden. Wie lautet der alte Sponti-Spruch: “…wenn’s der Wahrheitsfindung dient.”

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