Evernote und Moleskine

Nein, ich bin nicht von gestern. Ich stehe auf der Verteilerliste von Evernote und bekomme solche Neuigkeiten immer frisch in den Briefkasten. Und so weiß ich auch, dass Evernote und Moleskine eine “Ehe im Himmel geschlossen haben”, wie sich ein amerikanischer Kollege ausgedrückt hat. Ich schreibe deswegen nichts darüber, weil ich mit dieser Kombination wenig anfangen kann. Zwar höre ich mit Staunen, was man angeblich alles machen kann, aber die Vorteile für meine tägliche Arbeit wollen sich mir einfach nicht erschließen. Deswegen habe ich mich entschlossen, nichts selbst zu schreiben, sondern anderen das Wort zu überlassen:

Eine Anleitung, wie das Duo zu bedienen ist, findet sich bei Evernote selbst: Getting Started with Evernote Smart Notebook.

Zu diesen und anderen Aktivitäten von Evernote hat Jürgen Vielmeier einen lesenswerten Artikel verfasst: Evernote oder: Die Chance durch Offenheit zum bedeutendsten Webunternehmen zu werden.

Es sei mir erlaubt, an dieser Stelle etwas Essig in den Wein zu gießen. Ich habe die Befürchtung, dass bei diesen vielen Aktivitäten gleichzeitig die Macher von Evernote irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Die Gefahr der Verzettelung besteht durchaus. Vielleicht kommt irgendwann die Zeit, wo ich wieder umsteigen muss. Auf ein einfaches Programm zum Notizen machen. Das war Evernote einmal und ist es noch. Noch.

Wie sehen Sie das?

4 Antworten

4 Gedanken zu „Evernote und Moleskine

  1. Alexander Schwarz

    Ich bin sehr neugierig auf diese Funktion. Ob und wie sie sich dann tatsächlich nutzen lässt, wird die Praxis zeigen. Ich nutze seit Jahren einen Livescribe-Stift, der ja auf anderem Wege ein ähnliches Feature bereitstellt.

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  2. Jonas Wendler

    Also ich persönlich finde Evernote generell schon zu komplex. Zu viele Funktionen, zu viele Möglichkeiten. Es soll ja meinen „Workflow“ verbessern und nicht verkomplizieren.

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  3. Herbert

    Erstmal Danke für die Erwähnung meines Blogbeitrags! 🙂

    Ja, das mit den „vielen Aktivitäten“ ist sicher ein richtiger Gedanke, den ich auch schon hatte, als sie mit den Apps „Food“ und „Hello“ begannen. Aber es ist auch klar, dass sie immer mal links und rechts vom eigentlichen Tools experimentieren müssen. Auf Food und Hello scheinen sie sich nicht besonders zu konzentrieren, Skitch ist eine ausgesprochen sinnvolle Evernote-Ergänzung, Penultimate ist okay usw.
    Moleskine ist unter Marketing-Gesichtspunkten eine tolle Kooperation, um neue Zielgruppen auf sich aufmerksam zu machen. (Nebenbei: Der Erfolg von Moleskine ist durch die Blog-Einträge von Technik-Leuten entstanden – nicht durch den Verkauf in Schreibwarenläden.) Und die Technik, durch ein gezeichnetes Symbol Vorgänge in einem Software-Tool auszulösen, ist schon sehr genial. (Klar, es gibt seit Jahren QR-Codes – aber wer nutzt die? Ein bunter Sticker ist da eine andere Sache …)
    Wobei es mir so wie vielen geht: Aus Neugier werde ich mir das Moleskine zulegen – dauerhaft nutzen sicher nicht, weil ich lieber auf dem iPad zeichne.

    Insgesamt glaube ich nicht, dass Evernote sich verzettelt. Der CEO, Phil Libin, hat seit 2008 einen klaren 5 Jahresplan und jedes Jahr sein Etappenziel unbeirrbar erreicht, ohne sich von Facebook-Börsengängen usw. unter Druck setzen zu lassen. Und in diesem Plan bleibt Evernote als Organisationstool im Zentrum.

    PS: Habe den Link zu Deinem Blog übrigens in mein Evernote-Buch aufgenommen, das im Oktober erscheint – hoffe, er übersteht die Endredaktion, weil ich die Seitenzahl sprenge … 🙂

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