Die große Seite der kleinen Kniffe: easyhack.de

Es gibt englische Ausdrücke, die sich nicht so einfach übersetzen lassen. „Lifehack“ ist so einer. Zu verstehen sind darunter kleine Alltags-Kniffe, die das Leben erleichtern und die Effizienz erhöhen sollen. Im Internet gibt es eine ganze Reihe von Blogs, die sich mit nichts anderem als mit Lifehacks beschäftigen. Das bekannteste Blog dürfte hierzulande wohl der Lifehacker sein, sozusagen das Urblog zum Thema. Auch YouTube ist eine wahre Fundgrube, Sie müssen nur einmal die Suchfunktion bemühen.

Manchmal kommt es vor, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. So ist mir bisher entgangen, dass es neben den vielen englischsprachigen Websites auch ein Angebot in Deutsch gibt: easyhack.de.

Auf easyhack.de finden Sie mehr als 500 Kniffe, die Ihnen auf Deutsch erklärt werden. Sie finden Sie in Kategorien wie:

  • Freizeit
  • Geld
  • Kleidung
  • Essen und Trinken
  • Technik
  • und vieles mehr

Sogar einen eigenen Unterpunkt zur Motivation gibt es.

Einen wichtigen Umstand gilt es allerdings zu beachten. Die Menge hat noch nichts mit der Qualität  der Lifehacks zu tun. Ob es sich bei dem Kniff um eine Perle handelt oder um einen Flop, müssen Sie selbst herausfinden. Oder Sie bemühen diesen YouTube-Kanal: So geht das. Ich finde die Art der Moderatorin etwas nervend, deswegen bleibe ich beim Englisch und verweise auf dieses Video von Mental Floss:

[via Wikipedia]

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Wikipedia: Das Buch zum Zeitmanagement

Aus gegebenem Anlass, wie es so schön heißt, habe ich unlängst wieder einmal in der Wikipedia gestöbert. Ich war auf der Suche nach einem Begriff aus dem Zeitmanagement. Den habe ich zwar nicht gefunden, aber dafür andere interessante Beiträge zu diesem Themengebiet.

Was ich auch entdeckt habe, ist die Buchfunktion. Damit können Sie als eingetragener Wikipedia-Nutzer interessante Seiten in einer pdf-Ansicht abspeichern und Ihre Sammlung dann als Buch zusammenstellen. Genau das habe ich gemacht und herausgekommen ist ein Wikipedia-Buch zum Zeitmanagement. Es besteht derzeit aus 20 Artikeln (Wikipedia-Seiten), die grob geordnet sind nach grundsätzlichen Begriffen (wie ALPEN), Methoden (wie Pomodoro-Technik) und Namen (wie Peter Drucker).

Ich finde die Druckqualität gut, die Darstellung sehr aufgeräumt. Wenn Sie das Buch herunterladen möchten, dann können Sie das hier tun. Vielleicht möchten Sie das Buch aber auch ergänzen, denn ich bin mir sicher, dass es noch unentdeckte Wikipedia-Schätze zu heben gibt. Allerdings bin ich noch nicht ganz durchgestiegen, wie das in direkter Weise auf der entsprechenden Seite funktioniert. Aber es geht auch so: Hinterlassen Sie einfach einen Kommentar mit einem Link zum entsprechenden Wikipedia-Artikel und ich werde das Buch um ein weiteres Kapitel ergänzen.

Wenn Sie finden, dass ein wichtiger Begriff zum Zeitmanagement in der Wikipedia noch gar nicht vorhanden ist, dann schreiben Sie doch selbst einen neuen Artikel. Ich nehme ihn dann in das Buch auf. Wie Sie aus dem ersten Absatz dieses Artikels entnehmen können, steht dies bei mir bereits auf der Liste.

Buch zum Zeitmanagement

[Foto von Pexels [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Aufgewärmt: E-Mail, ganz einfach

David Allen und sein Team pflegen immer zu sagen: “GTD is tool-agnostic”. Auf deutsch, GTD funktioniert unabhängig vom Werkzeug, das Sie einsetzen. Wichtig ist, das Wesentliche der Methode erfasst zu haben und zu wissen, warum man das macht, was man macht. Insofern halte ich die endlosen Diskussionen über das technische Instrumentarium für mitunter überzogen. Im Gegenteil: Ich finde es besser, z. B. Outlook oder Notes “zu Fuß” einzurichten, anstatt ein Add-on zu verwenden, das mir eine Lösung vorkaut, mit der ich letztlich auch wieder nicht zufrieden bin. Eine gute Hilfestellung bieten da die einschlägigen Broschüren der David Allen Company, die mit 10$ ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen.

Scott Scheper hat vor langen Jahren einen hervorragenden Artikel über den Umgang mit E-Mail geschrieben: Email and Focus. Er ist es wert, noch einmal aufgewärmt zu werden. Zu Anfang seines Beitrags schreibt er:

There’s thousands of applications out there for email productivity. You’ll find long sales letter pages preaching the next “magic bullet” or “ultimate email productivity success system.” Yet, most productivity applications do a better job in confusing chaos than solving chaos.

Eben, und weiter…

Effective email use is simple.

Wie einfach es ist, zeigt Scott in seinem Fließschema zur E-Mail-Verarbeitung, das Sie in dem Beitrag betrachten können (ich traue mich aus rechtlichen Gründen nicht, die Skizze hier abzubilden.

[via Lifehacker]

Wer es komplizierter mag, der greife auf diese Infografik von NetCredit zurück: How to Prioritize Your Inbox.
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15 Angewohnheiten, die Ihre Produktivität zerstören

Ich muss gestehen, dass es mir auch nicht immer gelingt, meine Produktivität auf dem Niveau zu halten, das ich selbst von mir erwarte. Es hat sich daher als nützlich herausgestellt, in gewissen Abständen meine Arbeitsweise zu überprüfen. Es lässt sich nämlich kaum vermeiden, dass sich nach einer gewissen Zeit Gewohnheiten einschleichen, die die eigene Leistungsfähigkeit wirkungsvoll sabotieren. Und dann muss man eben die eigenen Gewohnheiten von überflüssigem Ballast befreien. Schließlich stutzt auch jeder Gärtner in festen Abständen seine Sträucher, weil sie sonst zu wuchern anfangen und aus der Form geraten.

Rashelle Isip beschreibt in ihrem Beitrag 15 Bad Habits Which Always Destroy Your Productivity einige dieser schlechten Angewohnheiten:

  1. Sie brauchen für einfache Aufgaben einfach zu lange
    Wenn Sie feststellen, dass Sie für einfache Routinearbeiten zu viel Zeit aufwenden müssen, dann haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie könnten diese Aufgabe zum Beispiel delegieren, vielleicht an einen (virtuellen) Assistenten. Outsourcing heißt das im Managersprech. Eine andere Option wäre die Automatisierung der Tätigkeit. Gibt es ein Programm, z.B. für Tastaturkürzel, das Sie schneller machen könnte?
  2. Sie gehen mit sich selbst zu hart ins Gericht, wenn Sie nicht fertig werden
    Sehen Sie der Wahrheit ins Auge. Jeder hat sich schon mal bei der Dauer einer Tätigkeit verschätzt. Oder es ist etwas Wichtiges dazwischengekommen und hat Ihre Kreise gestört. Dann nützt es nicht, trübsinnig zu werden. Vielmehr ist es besser, das Unvermeidliche zu akzeptieren. Fassen Sie das bisher Erreichte zusammen und definieren Sie klar, wie und mit was Sie Ihre Tätigkeit nach der Unterbrechung wieder aufnehmen werden.
  3. Sie verbringen den ganzen Tag mit Planung
    Es soll tatsächlich Leute geben, die sich halbtot planen. Vielleicht um gar nicht erst anfangen zu müssen, denn wenn man nichts tut, dann macht man auch nichts falsch. Aber zumindest erweckt man den Anschein etwas zu tun, denn schließlich plant man ja. Das ist nichts anderes als das Werfen von Nebelkerzen. Allerdings verzieht sich der Rauch auch wieder und dann sind Sie kein Stück weiter gekommen. Fangen Sie also endlich an.
  4. Sie sitzen stundenlang am Schreibtisch
    Sie können nicht endlos konzentriert arbeiten. Bei Cal Newport habe ich gelesen, dass man „Deep Work“ allenfalls vier Stunden durchhalten kann. Die meisten von uns schaffen nicht mal das. Sorgen Sie also für regelmäßige Pausen, in denen Sie sich am besten an der frischen Luft bewegen. Das ist gut für Ihre Konzentrationsfähigkeit und Ihre Kreativität.
  5. Sie lassen regelmäßig das Essen ausfallen
    „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“, meinten schon die alten Römer. Neben Pausen und Bewegung gehört auch die gesunde Ernährung dazu.
  6. Sie quälen sich mit Apps ab, die Sie eigentlich nicht mögen
    Ich persönlich habe mir eine Limit gesetzt: Wenn ich nicht nach spätestens einer Woche Einarbeitung mit einem Programm zurecht komme, dann fliegt es wieder von meinem Rechner. Umgekehrt, wenn sich etwas bewährt hat, dann probiere ich nicht etwas Neues aus.
  7. Sie warten auf den perfekten Moment um eine Arbeit zu beginnen
    Den „perfekten“ Moment gibt es nicht, kann es auch gar nicht geben.  Es gilt das unter (3) Gesagte: Fangen Sie endlich an!
  8. Sie schauen alle naselang nach neuen E-Mails
    Ein Klassiker, der keiner weiteren Erläuterung bedarf.
  9. Sie tun das Erstbeste, das auf Ihren Schreibtisch kommt
    In der Regel können Sie (noch) nicht beurteilen, was „da rein kommt“. Machen Sie sich zuerst einmal klar, was mit dem „Zeug“ verbunden ist. Verarbeiten Sie die Information. Ist sie  überhaupt mit einer Tätigkeit verbunden? Müssen Sie überhaupt irgendetwas tun?
  10. Sie betreiben Multitasking
    Ein Klassiker, der keiner weiteren Erläuterung bedarf.
  11. Sie gehen unvorbereitet in Besprechungen
    Entweder Sie wollen in einer Besprechung etwas lernen oder Sie möchten etwas beitragen. In beiden Fällen ist Vorbereitung nötig: Was wollen Sie erfahren, was können Sie beitragen?
  12. Sie machen keine regelmäßige Durchsicht
    Es ist sinnvoll, von Zeit zu Zeit das System zu überprüfen. Einmal am Tag, einmal in der Woche. Wo stehen Sie gerade? Was müssen Sie „einstielen“?
  13. Sie schieben die Schuld auf Ihre Werkzeuge
    Wenn Ihr Werkzeug tatsächlich nichts taugt, dann wird es Zeit, es schleunigst auszutauschen (s. Punkt 6). Wenn das nicht geht, dann sollten Sie schnellstmöglich den Gebrauch erlernen und sich darin üben: Know your tools!
  14. Sie warten bis zum letzten Drücker
    Hier bin ich nicht uneingeschränkt der Meinung von Rashelle. Man kann das durchaus unterschiedlich betrachten, so wie z. B. Lorin MacCann: Getting Things Done vs. Procrastinate on Purpose: Hacking Time Management. Ich selbst schiebe durchaus manche Tätigkeiten so lange auf, bis mir ein gewisser Druck im Nachen sitzt und bin bis jetzt gut damit gefahren.
  15. Sie weigern sich, neue Fertigkeiten zu erlernen
    Ich gehe noch einen Schritt weiter. Man muss das Erlernte dann auch anwenden und damit üben. Nur so erreicht man die Meisterschaft, die für eine hohe Produktivität notwendig ist.

Ich denke, es kann nur von Vorteil sein, die eigene Arbeitsweisen in gewissen Abständen kritisch zu hinterfragen. Die Liste von Rashelle kann zu diesem Zweck als Checkliste dienen.

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Wie Sie Ihren idealen Job planen

Einige Male im Jahr biete ich Workshops an, in denen die Teilnehmer über ihre berufliche Entwicklung nachdenken können. Dabei vermeide ich ganz bewusst den Ausdruck „Karriere“, weil dieser Begriff immer noch stark mit hierarchischem Denken verknüpft ist.

Mir geht es um etwas ganz Anderes. Aufgrund meiner eigenen beruflichen Biographie weiß ich, wie wichtig es ist, Klarheit über die persönlichen Prioritäten zu besitzen. Es ist eine existenzielle Frage, was Ihre persönlichen Kriterien für ein ausgefülltes Berufsleben sind. Wenn Sie nicht entscheiden können, was für Sie wichtig ist und was nicht, dann entscheiden dies andere für Sie. Und das ist nicht immer das, was Sie glücklich macht.

Aus diesem Grund biete ich den Teilnehmern an, die persönlichen „Leitplanken“ zu erstellen. Das Vorgehen ist einfach. Sie zeichnen auf ein Blatt Papier eine Tabelle mit lediglich zwei Spalten. In die linke Spalte tragen Sie ein, was Sie auf gar keinen Fall tun möchten, in die rechte Spalte, was Sie anstatt dessen oder gerne tun wollen. In eine zweiten Tabelle betrachten Sie nicht das Was, sondern das Wie: Wie will ich unter keinen Umständen arbeiten, auf welche Weise würde ich gerne tätig sein?
Bei Bedarf können Sie diese Leitplanken für Ihre verschiedenen Lebensrollen ausfüllen, die Sie derzeit einnehmen: Beruf, Familienmensch usw.
Eine simple Übung, die zwar nicht einfach ist, aber oft zu erstaunlicher Klarheit führt.

Es ist sinnvoll, solche Bestandsaufnahmen immer wieder in gewissen Abständen neu zu machen, denn Einstellungen, Gewohnheiten und Bedürfnisse können sich ändern. Das meint wohl auch Charlie Kindel, der zu diesem Zweck eine bemerkenswerte Methode entwickelt hat: The Job Decision Matrix: How to make your next big move.

Dies sind die Schritte:

  1. Sammeln Sie Oberbegriffe von Dingen, die Ihnen im Beruf wichtig sind.
    Beispiel: Unternehmensgröße, Standort, Tätigkeitsfeld, Einkommen, Kollegenkreis usw.
  2. Bilden Sie eine Rangfolge. Was ist Ihnen am wichtigsten, am zweitwichtigsten, am wenigsten wichtig?
  3. Tragen Sie die Oberbegriffe als Spaltenüberschriften in eine Tabelle ein. Geordnet von links nach rechts gemäß Ihrer Tragweite. Ganz links ist also die Spalte mit dem Oberbegriff, der Ihnen am wichtigsten ist, ganz rechts die Spalte mit dem am wenigsten wichtigen Kriterium.
  4. Füllen Sie nun die Tabelle aus: Welchen Kriterien fallen Ihnen zu den jeweiligen Oberbegriffen ein? Notieren Sie sie in der jeweiligen Spalte.
  5. Bilden Sie nun eine Rangfolge innerhalb der Spalten nach der Wichtigkeit. Was am wichtigsten ist, steht oben, das am wenigsten wichtige unten.

Sie haben die strikte Aufteilung von Qualität und Quantität sicher schon bemerkt. Im 1. Schritt geht es darum, die wichtigen Kriterien einfach mal zu sammeln. Erst im 2. Schritt nehmen Sie eine persönliche Bewertung vor.

Ich empfehle Ihnen, für das Erstellen Ihrer Matrix Post-it’s oder Stattys zu verwenden. Schreiben Sie einen Begriff immer auf eine einzelne Karte. Sie können die Karten dann hin- und herschieben und immer wieder neu strukturieren.

Sollten Sie lieber mit dem Computer arbeiten, dann können Sie auch eine Software á la Trello benutzen. Charlie gibt Ihnen mit seinem eigenen Trello-Board eine Vorlage, von der Sie sich für Ihre eigene Matrix anregen lassen können.

BTW: Wenn Sie dann geeignete Arbeitsmöglichkeiten zur Auswahl haben, können Sie diese Tabelle als Entscheidungsmatrix zur Auswahl Ihres nächsten Arbeitsplatzes heranziehen. Sie können sie auch bei Bedarf zu einer Nutzwerttabelle erweitern.

Eine interessante und nützliche Vorgehensweise, finde ich. Danke, Charlie Kindel, fürs Teilen.

 

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Was Ihnen hilft, etwas zu Ende zu bringen

Sicher kennen Sie Menschen, die einfach alles, was Sie in die Hand nehmen, auch erfolgreich zu Ende bringen. Andere wiederum arbeiten an zig Baustellen und bekommen einfach nichts fertig. Im Studium hatte ich zwei Kommilitonen, die genau diese zwei entgegengesetzten Eigenschaften verkörperten. Während des Praktikums im Papierlabor war der eine ständig am Wirbeln und musste trotz immenser Anstrengung feststellen, dass er den Fertigstellungstermin wohl wieder nicht einhalten konnte. Dem anderen konnten Sie sprichwörtlich beim Gehen die Schuhe besohlen und dennoch konnte er immer weit vor dem Endtermin seine Laborarbeit beenden. Kein Handgriff zuviel und trotzdem gerade deshalb erfolgreich.

Was trennt nun die Spreu vom Weizen, woran liegt es, dass manche ihre Arbeit zum gewünschten Zeitpunkt zu Ende bringen können und andere nicht?

Mary C. Lama ist Psychologin und hat genau darüber ein Buch geschrieben, deren wichtigste Erkenntnisse Martin Zwilling in seinem Artikel These Are the 7 Things That Drive People to Get Things Done, According to Psychology zusammenfasst. Die Antreiber für Menschen, die immer ihre Aufgaben und Projekte rechtzeitig zu Ende bringen, sind demnach:

  1. Der Akt des Zu-Ende-Bringens regt sie an
    Für viele Menschen ist es ein befriedigendes Gefühl, „einen Haken dran zu machen“. Es ist bekannt, dass die meisten Menschen einen Drang haben etwas abzuschließen und „rund zu machen“. Beachten Sie dazu auch den Zeigarnik-Effekt, der das Gegenteil davon beschreibt.
  2. Das Einhalten eines Endtermins motiviert sie
    Viele werden dadurch motiviert, dass sie sich ständig das zu erreichende Ziel vor Augen halten. Das Gilt auch für die Deadline.
  3. Sie möchten Scham, Angst und die Furcht vor dem Misserfolg vermeiden
    In diesem Zusammenhang möchte ich Sie an die Angst des Studierenden vor dem Abgabetermin erinnern. Kenne ich aus eigener Erfahrung.
  4. Sie freuen sich über die Anerkennung von Anderen
  5. Das Streben des Perfektionisten nach vorzüglicher Leistung
    Aufpassen! Hier ist nicht die schädliche Ausprägung im Sinne der inneren Antreiber gemeint, sondern vielmehr die Freude an der eigenen Leistung.
  6. Eine starke emotionale Verpflichtung bezüglich persönlicher Ziele
  7. Die Bereitschaft und Fähigkeit schnell aus Fehlern zu lernen
    Hier geht es um enge Feedbackschleifen, „agiles“ Arbeiten, wenn Sie so wollen.

Sie merken schon hier geht es nicht um Tipps und Tricks zur Erreichung von größtmöglicher Effizienz. Vielmehr werden grundsätzliche Einstellungen und Eigenschaften für erfolgreiches Arbeiten beschrieben.

Erfolgreiches Arbeiten als eine Frage der Haltung sozusagen.

Wie Sie Ihre Ziele erreichen

[Foto von David Mark [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

 

Das Buch zum Artikel

WHAT MOTIVATES GETTING THINGS (Gebundene Ausgabe)
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Papierplaner zum Ausdrucken

Für die Haptiker unter den Leserinnen und Lesern habe ich einige Male schon auf Papierplaner zur Organisation der eigenen Aufgaben hingewiesen. Ich darf erinnern an:

Diese Aufzählung möchte ich ergänzen um einen Beitrag von Mihir Patkar: 7 Single-Page Productivity Planners To Organize Your To-Do List. Vorgestellt werden der

  1. 1-Page Productivity Planner
    Dieses Arbeitsblatt dient der Verfolgung von drei persönlichen Projekten, die jeweils in 5 Einzelschritte zerlegt werden. Außerdem finden Sie eine Rubrik für Menschen, die Sie kontaktieren müssen sowie einen Abschnitt für @WartenAuf (Sie wissen schon…). Abgerundet wird das ganze durch Aufgaben (Prioritäten), die heute unbedingt noch erledigt werden müssen. Freunden des Ansatzes von Michael Linenberger kennen dies als „Critical-Now“-Aufgaben. Der Autor des Arbeitsplatzes, Brendon Burchard, erklärt hier die Vorgehensweise genauer, ein bisschen laut, wie ich finde:
  2. Storyline Productivity Schedule
    Donald Miller heißt der Erfinder dieses Worksheets. Er geht davon aus, das es besser sei, seine mentale Energie statt seiner Aufgaben zu verwalten.
    Diese To-do-Liste ist schon etwas anspruchsvoller, denn es geht hier um den Zweck des eigenen Daseins (nach V. Frankl) und um das, was man mit Freude tut (nach N. Fiore). Trotzdem fehlen auch hier nicht die Felder für einzelne Aufgaben und Termine. Anschließend können Sie täglich Ihr Lebensmotto oder -Thema notieren, damit Sie es immer vor Augen haben. Zu dem Arbeitsblatt wird eine ausführliche Anleitung mit theoretischem Hintergrund gleich mitgeliefert.
  3. 3×5 do-to
    Hier handelt es sich um einfache Vorlagen im Format einer Karteikarte, aufgeteilt lediglich für Aufgaben am Vormittag und für welche am Nachmittag. So etwas kennen Sie in etwas raffinierterer Form vom Hipster PDA oder von den X17-MindPapers.
  4. Jillee’s Daily Planner
    Auch dieser Planer ist eher einfach gestrickt und stellt Ihnen, allerdings schön bunt, die Felder „To-Do“, Termine, Pausen (!) und Notizen zur Verfügung.
    Interessant finde ich tatsächlich, dass Sie sich für Frühstück, Mittag- und Abendessen Vermerke machen können. M.E. sollte dies aber nicht dazu führen, dass Sie auch diese Pausen noch mit Arbeit ausfüllen. Allein beim Ausdruck „Arbeitsessen“ sträuben sich bei mir die Nackenhaare.
  5. The Emergent Task Planner
    Dieser Planer ist eine ausgeklügelte Kreation von David Seah, über die ich im ToolBlog auch schon berichtet habe. Allerdings habe ich den Artikel im Archiv abgelegt. Wenn Interesse besteht, wärme ich ihn gerne auf. David Seah selbst hat dazu eine kleine Anleitung geschrieben. BTW: Es gibt auch eine deutsche Fassung (in Farbe oder s/w), dann fällt das Verständnis vielleicht leichter.
  6. The Productivity Jumpstarter
    Dies ist nur eine von vielen Arbeitsblättern, die Sie auf der Website von ProductiveFlourishing kostenlos herunterladen können. Zu allen gibt es auch ausführliche Hintergrundinformationen.
  7.  The Daily Routine
    Ein Planer von Andrea Dekker, der sich insbesonere an Mitmenschen mit heimischem Arbeitsplatz richtet. Wie der Name schon sagt, geht es hier um den Aufbau und die Beibehaltung täglicher Routinen. Im Vordruck finden Sie z. B. einen Speiseplan oder Abschnitte für Leibesübungen und Wasser trinken.

Wenn Sie gerne mit Papier und (Blei-) Stift arbeiten, dann finden Sie sicher bei dieser Auswahl einige Anregungen.

Alle Templates erhalten Sie im pdf-Format zum sofortigen Download und Ausdruck. Sie können die Vorlagen natürlich auch an Ihre Bedürfnisse anpassen.

[Foto von Steve Buissinne [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

 

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20 Eigenschaften guter Redner

Die Artikel sind Legion, in denen beschrieben wird, was Sie während einer Präsentation tun und lassen sollten, um als Redner gut „rüberzukommen“. Beim Stöbern in den unendlichen Weiten des Internets bin ich über eine Infografik gestolpert, die die wichtigsten Dinge für einen Blick zusammenfasst: 20 Habits οf Truly Brilliant Presenters.

Sehen Sie hier…

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Wie Sie mit dem iPhone bessere Bilder machen

Seit einiger Zeit verzichte ich zunehmend auf meine Digitalkamera und verwende nur noch mein iPhone. Denn die habe ich immer dabei und hervorragende Bilder lassen sich auch mit einem Smartphone machen. Falls Sie das nicht glauben, dann empfehle ich Ihnen den Artikel von Greta J.: Best iPhone Photos of 2017 Have Been Just Announced, And They Will Blow Your Mind. Ich finde, sie hat damit wahrlich nicht übertrieben. Offensichtlich kommt es (wieder einmal) auf den Menschen hinter der Kamera an und nicht auf den technischen Schnickschnack des Geräts.

Wenn Sie gerne mehr aus Ihrem iPhone herausholen möchten, dann empfehle ich Ihnen den Artikel von Markus Schelhorn: 10 geniale Foto-Tricks für das iPhone. Wussten Sie zum Beispiel, dass Sie extreme Makros herstellen können durch einen Wassertropfen auf der Linse oder wie Sie eine Kaffeetasse für perfekte Panoramafotos verwenden? Ich wusste es nicht.
Ähnliche Tipps bekommen Sie auch von den Profis von National Geographic: Tips for Better iPhone Photography.
Und da die meisten Fotografen, wie könnte es auch anders sein, den visuellen Sinneskanal bevorzugen, hier noch der Hinweis auf eine Infografik von personalCreations: 12 iPhone Photography Tips to Make Your Photos Pop.

Wer noch tiefer in das Thema eintauchen will, der kann auch auf die Schule gehen. Es gibt eine iPhone Photography School, wo Sie Schritt für Schritt dem Umgang mit der iPhone-Kamera erlernen können. Bei mir kommt der Besuch dieser Schule auf jeden Fall auf die Liste.

Allerdings will ich Sie nicht davon abhalten, sich eine teure Fotoausrüstung zuzulegen. Schließlich meinte Heiko Kanzler, ebenfalls Fotograf:

Klar war die Ausrüstung teuer und ich mache keine besseren Bilder dadurch. Aber ich habe jetzt mehr Spass an meinen schlechten Bildern.

Das gilt auch für das iPhone, wie ein Blick auf die entsprechende Zubehörseite bei Apple oder Amazon zeigt.

[Foto von Pexels [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

 

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Gehen Sie in Rente – Jetzt!

Während meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr gab es die Sitte bei den Wehrpflichtigen, die Restzeit bis zur Entlassung mittels eines Maßbands darzustellen oder zu visualisieren, wie es neudeutsch heißt. Ich habe so etwas nie besessen, denn ich hatte Glück mit meiner Einheit und war sogar ausgesprochen gerne bei der Bundeswehr.

Nun gibt es Mitmenschen, die auch an ihrem Arbeitsplatz schon frühzeitig anfangen, die Tage bis zur Beginn der Rente zu zählen. Wenn Sie das 1 Jahr vor dem Renteneintritt tun, dann sehe ich dies nicht als allzu großes Problem an. Wenn Sie allerdings schon mit vierzig die Tage zählen, dann legt sich bei mir schon die Stirn in Falten. Denn wenn der Grund dafür ist, dass Sie sich Unwohl „auffe Zeche“ fühlen, dann sollten Sie vielleicht nicht über den Ruhestand nachdenken. Vielmehr könnte es angebracht sein, den Arbeitsplatz oder sogar den Beruf zu wechseln. Letzeres habe ich gemacht und mir ist es gut gegangen seither.

Vielleicht möchten Sie aber auch ganz aus dem Berufsleben aussteigen, als selbsternannter Frührentner sozusagen. Sollten Sie aber nicht als Millionär über das nötige Kleingeld verfügen, dann müssen Sie sich über Ihre Ausgaben Gedanken machen und dort den Rotstift ansetzen. Eine einfache Rechnung, die schon meine Großmutter kannte: „Sie können nicht mehr ausgeben als Sie einnehmen“.

Um Ihre Ausgaben zu reduzieren, sollten Sie sich klar machen, was Sie tatsächlich brauchen. Damit das leichter fällt, sollten Sie einige Annahmen und Glaubenssätze über Bord werfen, wie Brian Stoffel meint. In seiner Präsentation Want to Retire Early? Ditch the Middle-Class Mindset sagt er Ihnen, welche das sind. Eine Einladung zum minimalistischen Prinzip, denn vieles was wir zu benötigen meinen, wird von außen gesteuert. Kratzen Sie an der Oberfläche, dann relativiert sich so manches. Wie auch Brian meint: Alles eine Frage der inneren Einstellung oder des Mindsets, wie unsere amerikanischen Freunde sagen.

Leider hat er seine Präsentation auf Slideshare veröffentlicht. Aus diesem Grund kann ich sie aus Datenschutzgründen nicht direkt einbinden. Wenn Sie aber auf das Bild klicken, dann werden Sie zu Slideshare geleitet.

 

BTW: Wenn Sie die Nummer mit dem Maßband vorziehen, dann können Sie die Restzeit bis zur Rente mit dem Zeitrechner bestimmern. Aber erschrecken Sie dann nicht über das Ergebnis.

Ein Buch, dass ich Ihnen zu diesem Thema ans Herz legen kann, ist Early Retirement Extreme: A philosophical and practical guide to financial independence von Jacob Lund Fisker.

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Die Liste der alternativen Zeitbegriffe

In Peter Senges „Fieldbook zur Fünften Disziplin“ finden Sie eine interessante Übung mit dem Namen „Die linke Spalte“. Es geht darum, herauszufinden, was wirklich hinter einer Aussage steckt.

Die Vorgehensweise ist einfach: Sie bereiten einen Zettel mit zwei Spalten vor. Als Überschrift über die linke Spalte schreiben Sie „Was ich gedacht habe“ und über die rechte „Was wir gesagt haben“. Die Übung soll dazu dienen, Kommunikationsblockade zum Beispiel in Besprechungen zu identifizieren. Wenn Sie Näheres zu der Übung erfahren möchten, Georg Dietrich hat eine Anleitung dazu verfasst (pdf-Datei).

An etwas ähnliches muss auch Marco Kaye bei seinem Artikel Corporate Time Equivalents gedacht haben. In seinem Beitrag listet er Zeitbegriffe auf, die in Unternehmen oft verwendet werden und liefert die Übersetzung gleich mit:

“Just a sec” = 5 minutes

“Quick meeting” = 3 hours

“Brainstorming session” = the entire afternoon, but everyone involved gets to sneak out early

Ich denke, Sie haben das Prinzip verstanden. Eins zu eins sind die Begriffe sicher nicht auf deutsche Verhältnisse zu übertragen. Immerhin spielen kulturelle Aspekte immer eine Rolle, wenn es um Zeitbegriffe geht. Während eines Aufenthalts im Mexiko wurde mir z. B. erklärt, dass die Aussage eines Kellners „Momentito“ alles bedeuten könne, von 3 Minuten bis 3 Jahre.

Vielleicht können wir ja gemeinsam eine Übung „linke Spalte“ machen. Kennen Sie derartige Ausdrücke auch aus Ihrem Arbeitsalltag, z. B. dem Projektmanagement? Sie müssen ja nicht auf die Zeit begrenzt sein, derartige „Umschreibungen“ gibt es schließlich auch für andere Gebiete. Was wird gesagt, was ist tatsächlich gemeint?

Liste der alternativen Zeitbegriffe

 

 

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Das Fieldbook zur Fünften Disziplin (Systemisches Management) (Taschenbuch)
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Tools für Manager (made by Google)

Auf die Website re:work von Google habe ich bereits hier im ToolBlog hingewiesen: Von Google lernen, wie man richtig arbeitet.
Dieser Tage wurde ich einer Ausgabe des entsprechenden Newsletters, den man auch über die Website beziehen kann, auf einen interessanten Beitrag hingewiesen.

Unter dem Titel Support your managers with these re:Work tools finden Sie folgende Zwecke:

  1. Einen Feedback-Bogen für Führungskräfte (Link)
  2. Unterlagen aus entsprechenden Google-Kursen (Link)
  3. einen Leitfaden für strukturierte Mitarbeitergespräche nach dem GROW-Modell (Link)
  4. eine Anleitung zur Zielformulierung nach dem „One Simple Thing“-Prinzip (Link)
  5. eine Agenda für persönliche f2f-Gespräche (Link)

Alle Vorlagen können Sie entweder als pdf-Datei herunterladen oder in Google Docs (wo sonst?) entsprechend Ihren Bedürfnissen modifizieren.

[Foto von Radosław Kulupa [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Die Zukunft der Arbeit

…wie Hugh MacLeod sie sieht. Made my day.

 

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Keine Skrupel!: Schmieden Sie böse Pläne und haben Sie Spaß auf dem Weg zur Nummer 1 (Gebundene Ausgabe)
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Besprechungsprotokolle: Tipps und Tricks

Eine der am meist gehassten Jobs während eines Meetings ist der des Protokollanten. Aus diesem Grund wird er oft an den Berufsjüngsten in der Besprechung vergeben. So ging es auch mir in meinen ersten Berufsjahren. Allerdings habe ich schnell bemerkt, welche Vorteile mit der ungeliebten Aufgabe verbunden waren. Der eine besteht in der Möglichkeit des Weglassens, der andere in der unterschiedlichen Gewichtung eines Beitrags. Auf diese Weise kann ein Protokollant nach der Besprechung Akzente setzen, die ganz in seinem Sinne sind. Ein Schelm, der Schlimmes dabei denkt.

Immer wieder stellt sich für den Protokollführer die Frage, welchen Umfang ein Protokoll haben sollte. Die Antwort ist klar:

So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Schließlich soll sich der Aufwand in Grenzen halten, sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen.

In dem Artikel Meeting Minutes for Ninjas, den Amy Dean über das Schreiben von Protokollen veröffentlicht hat, behandelt einer der Tipps auch die Frage nach Form und Umfang. Aber es gibt noch weitere:

  1. Machen Sie sich nicht zu viel Gedanken über die äußere Form und
    schreiben Sie eine knappe E-Mail, die alles enthält, was man wissen muss
    (Beispiel im Artikel)
  2. Hacken Sie das Protokoll direkt gleich in ein elektronisches Gerät (Laptop, Tablet)
  3. Lassen Sie jemand anders das Protokoll schreiben (!)
  4. Führen Sie nur Punkte auf, die die Zielsetzung des Meetings tangieren
  5. Achten Sie auf eine klare übersichtliche Struktur.
    Und ja, hier sind Aufzählungszeichen ausdrücklich erwünscht!
  6. Schicken Sie die Protokolle innerhalb von zwei Tagen nach Ende des Meetings an die Teilnehmer und die, die es angeht

Ich muss gestehen, mit dem Punkt (2) komme ich nicht klar. Wenn ich ein Protokoll schreiben muss, verwende ich nach wie vor Papier und Bleistift. Vielleicht liegt es am Alter.

Noch einmal zum Umfang eines Protokolls: Ich hatte einen Kollegen, dessen Protokolle an Ausführlichkeit nicht zu überbieten waren. Er erzählte uns, dass er einmal auf die vorletzte Seite eines dicken Protokolls den Satz unterbrachte:

Wer bis hierhin gelesen hat, kann sich bei mir eine Flasche Sekt abholen!

Sie können sich denken, es hat nie jemand dieses Angebot eingelöst.

Wenn Sie Protokolle in elektronischer Form vorziehen, dann versuchen Sie es doch einmal mit iProt. An diesem Programm hat mein Freund und Kollege Thomas Mathoi (hier im Gespräch) mitgearbeitet. Und wenn der was macht, dann macht er es richtig.

 

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Telefonieren ist besser als Schreiben

Ich muss gestehen, ich telefoniere nur ungern. Wahrscheinlich rührt das von meiner Tätigkeit als Produktionsingenieur in der Papierfabrik her. Ein Telefonanruf zu dieser Zeit bedeutete selten etwas Gutes. Entweder wurden Produktions- oder Qualitätsprobleme verkündet, und das zu jeder Tages und Nachtzeit. Daher war mir die E-Mail als Kommunikationsmittel sehr willkommen, schon weil ich zeitlich flexibler auf Nachrichten reagieren konnte.

Dennoch gibt es immer noch gute Gründe, auch in Zeiten des Internets zum guten alten Telefon zu greifen. Kevin Daum hat in seinem Artikel 10 Reasons to Pick Up the Phone Now aufgeführt.

Sie sollten telefonieren, wenn

  1. Sie sofort ohne Zeitverzug eine Antwort benötigen
    Vorsicht! Viele Menschen reagieren genervt auf „ungebetene“ Anrufe. Bedenken Sie, dass Sie den Adressaten wahrscheinlich mit Ihrem Anruf in seiner/ihrer Arbeit unterbrechen. Gehen Sie verantwortungsvoll mit der Zeit Ihrer Mitmenschen um. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, ob Ihr Anliegen wirklich so dringend ist, dass es tatsächlich sofort beantwortet werden muss.
  2. Sie komplexe Dinge mit vielerlei Leuten bearbeiten müssen
    Manchmal ist es sehr aufwändig, mit vielen Menschen schwierige Dinge mit asynchronen Hilfsmitteln zu bearbeiten. Abhilfe schafft dann (jawohl!) ein Meeting oder eine Telefonkonferenz.
  3. es ihnen zu heikel ist, schriftliche „Spuren “ zu hinterlassen
    Wenn das Thema heikel ist, sollten Sie es nur mündlich behandeln. Achten Sie auch darauf, was Sie wem auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Wenn ich mich richtig erinnere, hat eine solche Nachricht den Abschied eines amtierenden Bundespräsidenten eingeleitet.
  4. Sie sich emotionale Zweideutigkeiten nicht leisten können
    Spätestens seit Watzlawick wissen wir um die Sach- und die Beziehungsebene in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Eine E-Mail kann die Untertöne eines Gesprächs nicht widergeben. Gestik und Mimik fehlen. Da helfen auch Emoticons nicht.
    Im schlimmsten Fall kann die Fehldeutung des „Tons“ einer E-Mail zu handfesten Konflikten, im leichteren Fällen führt sie zu Missverständnissen.
    Am Telefon steht mir zumindest Stimme und Tonlage zur Verfügung. Und ich kann sofort rückfragen.
  5. eine allgemeine Verwirrung herrscht und andauert
    Manchmal ist es einfacher, per Telefon Klärung herbeizuführen anstatt E-Mails hin und her zu schicken. E-Mail-Pingpong nennt das der Fachmann. Dies führt zu handtuchlangen E–Mails und beeinträchtigt die Effizienz erheblich.
  6. schlechte Nachrichten zu übermitteln sind
  7. die Nachrichten sehr wichtig sind
    Punkt (6) und (7) lassen sich zusammenfassen, denn schlechte Nachrichten sind in der Regel wichtige Nachrichten.
  8. es schwierig ist, einen Termin zu finden
    Oft geht es schneller, sich „zusammen zu telefonieren“, wenn auf die Schnelle ein Termin gefunden werden muss. Man greift zum Kalender und spricht sich direkt ab.
  9. es Anzeichen von Ärger, Angriffen oder Konflikten in der Luft liegen
    Hier gilt das unter (4) Gesagte.
  10. ein persönliches Kontakt aufnehmen schlicht von Vorteil ist

Für mich gibt es eine klare Reihenfolge in der Kommunikation mit meinen Mitmenschen. Je größer die Tragweite einer Nachricht ist, desto wichtiger ist der persönliche Kontakt. Daraus ergibt sich Präsenz vor Telefon vor E-Mail. Andererseits scheint die Wahl des Kommunikationskanals auch eine Typfrage zu sein. Während meine eine Tochter gerne WhatsApp & Co auch für einen ernsthaften Austausch verwendet, lehnt die andere dies kategorisch ab. Sobald sie den Eindruck hat, ein Gespräch könnte “tiefer” gehen, greift sie zum Telefon.

Wie sehen Sie das?

Telefon statt E-Mail

[Foto von 526663 [via pixabay], (CC0 Public Domain)]

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Die große Sammlung der Visualisierungs-Tools

Ich bin ja wirklich vorsichtig mit Superlativen. Aber bei dieser Website musste ich doch staunen, was es alles gibt.

Auf dataviz.tools finden Sie eine Riesensammlung von Werkzeugen, mit denen Sie Rohdaten in aussagekräftige Diagramme verwandeln können. Die Seite versteht sich als

a curated guide to the best tools, resources and technologies for data visualization

und tatsächlich finden Sie von A wie Analyse bis V wie Visualization Books eine große Zahl weiterführender Informationen und Links. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass bei diesem Angebot ein Wunsch unerfüllt bleibt, aber wenn doch, dann dürfte die Website zumindest ein idealer Ausgangspunkt für die weitergehende Recherche sein.

dataviz.tools

[via Nathan Yau]

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GTD® mit TiddlyWiki

Vor einiger Zeit habe ich hier im ToolBlog darüber geschrieben, wie Sie sich mit TiddlyWiki organisieren. TiddlyWiki ist unter den Personal Wikis quasi ein Methusalem und da wundert es nicht, dass es auch Anpassungen gibt, mit denen Sie Ihre Aufgaben organisieren können.

Eine der ersten Anwendungen dieser Art war MonkeyGTD. Dieses Programm ist mittlerweile in mGSD übergegangen.

Auch GSD5 ist eine Anpassung von TiddlyWiki an David Allens Methode. Die Autoren geben zu, sich stark an mGSD anzulehnen. Sogar an ein Tickler File wurde gedacht und in Form eines Plugins realisiert.

Wenn Sie eine deutschsprachige Lösung bevorzugen, dann lohnt sich vielleicht ein Blick auf tbGTD.

Übrigens liefern alle Autoren brauchbare Dokumentationen für ihre Anwendungen. Das soll lobend erwähnt werden, denn nicht immer bekommt man derartigen Luxus geboten.

Ein Vorteil hat die TiddlyWiki-Lösung allemal. Sie müssen sich weder irgendwo registrieren noch ein eigenes Programm installieren. Ihr Browser genügt zum Betrieb vollständig.

Ist doch auch etwas.

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Was Sie tun können, wenn Sie keinen Mentor finden

Immer wieder ist zu lesen, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter coachen sollen. Ich halte das, mit Verlaub, für Blödsinn und finde mich mit dieser Meinung in bester Gesellschaft. Coaching ist meines Erachtens nicht möglich, wenn beide Seiten innerhalb des gleichen Systems ein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis haben.

Etwa anders verhält es sich mit dem Mentoring. Hierbei nimmt ein erfahrener Mitarbeiter, auch gerne eine Führungskraft, einen weniger erfahrenen, meist jüngeren Kollegen “unter seine Fittiche” und gibt seine berufliche Erfahrungen an ihn weiter. Informell gab es das schon immer, auch ich habe so etwas in meinen ersten Berufsjahren erlebt und habe sehr davon profitiert.

Nicht immer gelingt es jedoch, einen geeigneten Mentor innerhalb oder außerhalb der eigenen Organisation zu finden. Kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen, denn es gibt auch andere Möglichkeiten von den Erfahrungen anderer zu profitieren, wie Rich Bellis meint. In seinem Artikel Let’s Be Real, You’re Never Getting A Mentor, So Do These Six Things Instead nennt er folgende Möglichkeiten:

  1. Bleiben Sie Menschen, denen Sie nacheifern möchten,
    online auf den Fersen
    Schauen Sie doch einmal nach, ob und wenn ja, welche interessanten Persönlichkeiten einen Account in einem sozialen Netzwerk haben. Vielleicht lohnt es sich, einem Vorbild auf Twitter zu folgen.
  2. Dehnen Sie Ihren Arbeitsbereich aus
    Wenn Sie über Ihre Position hinauswachsen möchten, dann sollten Sie auch Aufgaben übernehmen, die vielleicht über Ihre Arbeitsplatzbeschreibung hinausgehen. “Show up”, sagen die Amerikaner dazu.
  3. Vermeiden Sie sinnlose Netzwerktreffen
    Dieser Tage haben Sie nahezu unendliche Möglichkeiten an “Netzwerktreffen” teilzunehmen. Überprüfen Sie vorher, ob Sie tatsächlich davon profitieren. Leider trifft hier oft der Satz zu: “Außer Spesen nichts gewesen.” Zeitverschwendung.
  4. Laden Sie jedes Jahr vier Menschen zum Kaffee ein
    Hier geht es tatsächlich um den Aufbau eines Informellen Netzwerks. Wer könnte Ihnen wertvolle Tipps geben? Treffen Sie sich mit Ihnen immer mal wieder in zwangloser Atmosphäre.
  5. Kommen Sie mit den Chefs ins Gespräch
    Diese Gelegenheit kommt nicht häufig, ist aber dafür umso wichtiger. Vielleicht legen Sie sich für alle Fälle einen Elevator Pitch zurecht. Und Nein, mit diesem Hinweis ist nicht plumpe Schmeichelei gemeint.
  6. Machen Sie sich klar, wie viele informellen Mentoren Sie jetzt schon haben
    Gehen Sie doch einmal gedanklich die Verbindungen durch, die Sie jetzt bereits haben. Vielleicht ist ja sogar schon ein Mentor dabei ohne dass Sie sich dessen bewusst sind. Können Sie eine Lernbeziehung auf- bzw. ausbauen?

Übrigens finde ich die Überschrift des zitierten Artikels schon etwas drastisch. Ich glaube nicht, dass Sie nie einen Mentor finden werden. Allerdings brauchen Sie mit den o.a. Tipps auch gar keinen mehr, sondern kommen auch ohne gut zurecht.

Karriere Mentor

 

 

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Evernote und FreeCommander

Vor einigen Tagen veröffentlichte Herbert Hertramph, der unbestrittene Guru für Evernote, auf seinem Blog diesen Beitrag: Tool: Unterschiedliche Notizbücher via Dateimanager bedienen (Windows).

Dieser Artikel hat ToolBlog-Leser Horst Saak-Winkelmann angeregt, darüber zu schreiben, wie er Evernote mit dem freien Dateimanager FreeCommander verbindet: Evernote FreeCommander-Menü.

Eine detaillierte und lesenswerte Anleitung für die Power-User von Evernote.

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Eine Frage zur Planung des Zeitaufwands mit Trello

ToolBlog-Leser Peter Fiala hat mir eine Frage gestellt, die ich leider nicht beantworten kann, da ich nicht soo der Trello-Experte bin. Vielleicht können Sie ihm helfen, diese Nuss zu knacken. Sein Anliegen:

In meiner Tagesplanung schätze ich vorab die Zeiten je Aufgabe, die ich erledigen möchte. Diese Zeiten je Aufgabe soll Trello addieren, so dass ich den Tagesbedarf errechnen kann. Dadurch sehe ich, ob ich realistisch plane, und ob aus Planungssicht noch Zeit an dem Tag besteht. Aktuell schreibe ich das in die Karte hinein, das rechnet natürlich nicht.

Könnten Sie mir da einen Tipp geben, wie das geht?

Wie gesagt. Ich kann es nicht. Aber vielleicht Sie. Die Kommentarfunktion steht zu Ihrer Verfügung. Peter Fiala und ich bedanken uns schon einmal recht herzlich.

 

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