Besser entscheiden mit dem WRAP-Modell

Methoden zur Entscheidungsfindung gibt es viele. Leider gerantieren sie uns nicht, dass wir die richtige Entscheidung treffen. Ihr Wert liegt vielmehr darin, die verschiedenen Optionen nach gegebener Informationslage zu bewerten und somit die Entscheidung nachvollziehbar und transparent zu machen.

Um Entscheidungen zu erleichtern, schlägt uns Karyn Hall das “WRAP Model for Decision Making“ vor. WRAP ist ein Merkwort, das sich aus den verschiedenen Stufen dieser Vorgehensweise zusammensetzt:

  1. W iden your frame
  2. R eality test your assumpions
  3. A ttain distance Before Deciding
  4. P repare to Be Wrong

1. Widen your frame
(„erweitere Deinen Bezugsrahmen“)
Bedenken Sie auch die Möglichkeit, gar nicht zu entscheiden und alles so zu belassen wie es ist (Unterlassensalternative). Versuchen Sie, weitere zusätzliche Optionen zu entwickeln. Vielleicht hilft es Ihnen auch, wenn Sie „sowohl als auch“ anstatt nur „entweder oder“ denken.

2. Reality test your assumption
(„überprüfen Sie, ob Ihre Annahmen wirklich realistisch sind“)
Überprüfen Sie sorgfältig die Argumente derjenigen, die anderer Meinung sind als Sie und bitten Sie sie um konkrete Informationen. Bedenken Sie immer, dass auch die Menschen richtig liegen könnten, die anderer Meinung sind wie Sie.

Versuchen Sie eine neutrale Außenperspektive einzunehmen und machen Sie sich die Verzerrungen in Ihrer Wahrnehmung bewusst.
Und denken Sie immer daran, dass „Prognosen schwierig sind, besonders, wenn sie die Zukunft betreffen“ (Mark Twain).

3. Attain Distance Before Deciding
(„nehmen Sie Abstand, bevor Sie entscheiden“)
Wenden Sie die 10er-Regel an: Wie wirkt sich Ihre Entscheidung in 10 Stunden, 10 Tagen, 10 Wochen und 10 Monaten oder sogar 10 Jahren aus?

Inwieweit passt die Entscheidungen zu Ihren Grundprinzipien und Ihren persönlichen Wertvorstellungen?

4. Prepare to Be Wrong
(„bereiten Sie sich darauf vor, dass Ihre Entscheidung falsch sein könnte“)
Was könnte passieren, wenn Sie eine bestimmte Entscheidung treffen? Welche Konsequenzen wären zu erwarten, positive, aber auch negative? Wie hoch wäre der eventuelle Schaden? Manche Autoren nennen diesen Schritt nicht umsonst „Analyse potenzieller Probleme).

Mir gefällt dieses WRAP-Modell sehr gut, denn es bildet den Weg zu einer wohldurchdachten und ausgewogenen Entscheidung sehr gut ab. Dennoch haben Sie auch hier keine Garantie für die richtige Entscheidung.

Ach, dass der Mensch so häufig irrt
und nie recht weiß, was kommen wird
(Wilhelm Busch)

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Apps zur Achtsamkeit

Wenn Sie sich in Achtsamkeit üben, dann können Sie auf die Unterstützung diverser Apps für iPhone & Co. zurückgreifen. Ich selbst verwende einen Meditationstimer (“Meditation Timer“) und eine eigene App mit dem einfallsreichen Namen “Die Achtsamkeit App“. Allerdings verzichte ich in letzter Zeit immer mehr auf den geführten Body Scan, deswegen ist bei mir die letztere App kaum noch in Gebrauch.
Ob diese meine Apps „die besten“ sind, vermag ich nicht zu sagen, denn es sind eine Unzahl von Programmen auf dem Markt. Insofern möchte ich sie auch nicht unbedingt empfehlen.

Wenn Sie auf der Suche nach einer einschlägigen Anwendung sind, dann lichtet ein Artikel von Madhavan Mani und Kollegen vielleicht den Angebotsdschungel: Review and Evaluation of Mindfulness-Based iPhone Apps. Der Titel liest sich nicht nur trocken, sondern der Artikel ist es auch, denn es handelt sich um eine wissenschaftliche Abhandlung. Immerhin können Sie einen Anhang im Excel-Format herunterladen, der die wichtigsten Apps noch einmal auflistet.

BTW: Wenn Sie den Body Scan ausprobieren möchten, dann empfehle ich Ihnen die geführte Version, die die TK für Sie bereithält.

[via Psychology Today]

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Podcast 020: Im Gespräch mit Martina Bloch

Martina Bloch

Diesmal war ich im Gespräch mit Martina Bloch, bei Twitter auch bekannt als @akquisefachfrau. Der Twitter-Name ist Programm. Themen unseres Gesprächs waren unter anderem:

  • Wie Martina Akquisefachfrau geworden ist
  • Ihre Zeit in einem Call Center
  • Wie man bei der Akquise mit Ablehnung umgeht
  • Fehler in Social Media
  • Verschiedene Möglichkeiten, Akquise zu betreiben
  • Erfolgsfaktoren der Akquisition und mögliche Fehler
  • Definition möglicher Zielgruppen und erklärungsbedürftiger Produkte
  • Beschreibung des Kundennutzens
  • Über den Sinn und die Zukunft von Printmedien
  • Die Schritte in der Akquisition mit einem Fallbeispiel
  • Ihre Werkzeuge
  • Empfehlung zum Einlesen und zur Vertiefen

Hier die Links zum Podcast:

Blogs, die Martina Bloch empfiehlt:

Das Buch, das Martina erwähnt hat:
Klaus J. Fink: Bei Anruf Termin: Telefonisch neue Kunden akquirieren.

Bei Anruf Termin: Telefonisch neue Kunden akquirieren

Price: EUR 24,99

(0 customer reviews)

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Material zur OpenSpace Technology

Michael M. Pannwitz gehört in Deutschland sicher zu den Pionieren der OpenSpace Technology, einer “Methode der Großgruppenmoderation zur Strukturierung von Konferenzen“ (Wikipedia). Mittlerweile teilt er seine Erfahrungen mit diesem Format in einigen Büchern und Publikationen, die unter anderem beim Westkreuz Verlag zu beziehen sind (Quelle).

Zu seinem Buch „Meine open space Praxis“ gibt es mittlerweile eine eigene Website mit Materialien in Hülle und Fülle. Sie finden dort Hinweise zum Erstgespräch mit dem Kunden ebenso wie Hinweise zur Begleitung einer Konferenz.

Übrigens findet das nächste World OpenSpace on OpenSpace (WOSonOS) vom 10. – 13. September in Krakau statt. Wenn Sie also nichts vorhaben…

BTW: Nachdem ich nun einige Barcamps besucht habe, bin ich mehr denn je überzeugter Anhänger des OpenSpace-Formats. Die kleinen fast unmerklichen Unterschiede machen in Summe den Unterschied, der den Unterschied macht.

Meine open space Praxis

Price: EUR 49,90

5.0 von 5 Sternen (4 customer reviews)

41 used & new available from EUR 35,05

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Die ungehobenen Schätze des Marc Andreessen

Wenn Sie ein netzaffiner Mensch sind, dann brauche ich Ihnen nicht zu erklären, wer Marc Andreessen ist. Die Anderen, die ihn nicht kennen, finden eine ausführliche Biographie bei der allwissenden Wikipedia.

Zu früheren Zeiten hat sich Marc als Blogger betätigt. Mittlerweile finden sich seine spannenden Artikel in einem Archiv mit dem Namen Pmarchive. Wenn Sie dort ein wenig stöbern, finden Sie so manche Perle, die uns genussvoll mit der Zunge schnalzen lässt. Die Artikel sind zusammengefasst zu Guides zu den Themen Start-ups, Selbstorganisation oder Karriereplanung.

Mich als Herausgeber des ToolBlogs interessiert natürlich besonders der Bereich Selbstorganisation: Pmarca Guide to Personal Productivity. Er ist nicht mehr ganz jung, aber dennoch mit hochinteressanten Inhalten bestückt. Es lohnt sich, ein bisschen hin- und her zu scrollen. Sie werden den einen oder anderen wertvollen Tipp finden.

By Brian Solis (IMG_8642) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

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Unmögliche Tipps, die Sie produktiver machen!

Ich gebe zu, ich habe schon immer mit manchen offenbar unumgänglichen Produktivitätstipps gehadert. Ganz oben auf meiner persönlichen Liste steht der “Eat-That-Frog”-Tipp. Sie wissen schon, das ist der Ratschlag, man solle den Arbeitstag mit dem dicksten Brocken beginnen. Der Sinn dahinter hat sich bei mir bis heute nicht erschlossen, da kann Stephen Covey noch so schöne Videos dazu zeigen. Ich ziehe es vielmehr vor, den Arbeitstag mit einer leichten Routineaufgabe zu beginnen, die zu allem Überfluss auch noch Spaß machen sollte. So komme ich richtig in Schwung. Das wiederum dient meiner Produktivität.

Leo Widrich hat noch mehr Tipps auf Lager, die scheinbar widersprüchlich sind, aber dennoch Ihre persönliche Produktivität steigern. Dies sind seine “10 of the Most Controversial Productivity Tips That Actually Work“:

  1. Geben Sie auf
  2. Verschieben Sie (aber strukturiert)
  3. Hören Sie auf, den Ausdruck “Guter Job!” zu verwenden (gilt eher für den amerikanischen Kulturraum, bei uns könnt man den Ausdruck öfters gebrauchen)
  4. Arbeiten Sie weniger
  5. Hören Sie auf “Ja” zu sagen
  6. Machen Sie sich nichts draus, abgelehnt zu werden
  7. Benutzen Sie mindestens Facebook, Twitter und noch 3 andere soziale Netzwerke
  8. Befassen Sie sich am Morgen zuerst mit Ihren E-Mails
  9. Hören Sie auf, anderen Ihre Ziele zu erzählen oder sie zu visualisieren
  10. Erfüllen Sie eine unmögliche Aufgabe

Zu jedem dieser Tipps gibt uns Leo wichtige Erläuterungen zum Hintergrund. Meine Bilanz? Die Punkte 2, 6, 7 und 8 verfolge ich konsequent, am Punkt 4 und 5 arbeite ich noch.

Wie bitte? Doch, mit meiner Produktivität bin ich zufrieden. Nicht immer, aber fast immer.

 

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Die Tweets der Woche (KW 34/15)

Die letzte Woche ist nicht allzuviel passiert. Ich musste (durfte) die Dinge aufarbeiten, die während des Urlaubs liegen geblieben waren. Wir waren in Litauen und Lettland. Schön war es und ich denke daran, hier oder anderen Orts einen kleinen Reisebericht zu verfallen. Schaun wir mal.

Hier die Links der Woche:

Weiterlesen

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Arbeit 4.0: Eine Diskussion

In der Reiht SWR2 – Forum diskutierten vor einigen Tagen

unter der Leitung von Eggert Blum das Thema “Arbeit 4.0 – Ist der Acht-Stunden-Tag Geschichte?”.

Ich fand diese Diskussion sehr nützlich und möchte Ihnen daher die Aufzeichnung des Gesprächs wärmstens an Herz legen. Insbesondere die Beiträge von Herrn Hoff und Herrn Bosch waren für mich sehr informativ. Herrn Baecker konnte ich nicht immer folgen, aber das geht vielen anderen auch so, wie ich weiß.

Ein erhellender Diskurs, der sowohl den Gegnern wie auch den Befürwortern von Arbeit 4.0 einiges an Wasser in den Wein schütten dürfte.

So soll es sein!

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Richtig fotografieren! Der Kurs für Beginner

Ich fotografiere gerne, besonders im Urlaub. Oder besser: Ich mache Bilder. Denn mit dem Ergebnis bin ich nicht immer zufrieden. Oft hätte ich mehr aus dem Motiv machen können.

Vielleicht ändert sich das jetzt mit einem Kurs von Phil Ebiner auf udemy: Learn Photography: A Comprehensive Beginner’s Guide. In dem kostenlosen Kurs erfahren Möchtegern-Fotografen wie ich:

  • Wie die Kamera funktioniert
  • Wie man Bilder ohne die Automatik macht
  • Wie man schöne Bilder “komponiert”
  • Tipps für bestimmte Situationen
  • Spezielle Hinweise für Smartphones

Wenn Sie so einen Kurs lieber in Deutsch lesen möchten, dann ist vielleicht der “Digitale Fotokurs” oder OpenFoto das Richtige für Sie.

Viel Spaß beim Knipsen Fotografieren!

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Besprechungen: Kennen Sie solche Nervensägen?

Wir Menschen neigen zu Typisierungen, helfen Sie uns doch, mit der Vielschichtigkeit der Charaktere leichter umzugehen. Vor einiger Zeit habe ich im ToolBlog Besprechungstypen vorgestellt, wie sie von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Schülervertretungen aus dem Jahr 1954 definiert wurden. “Besprechungszoo” nannten das die Autoren, sie verwendeten damals Tierbilder als Metafern.

Auch Saba Haider typisiert in ihren Artikel “9 most despised work personality disorders that slow productivity” nervende Besprechungsteilnehmer und weist auf eine entsprechende Infografik hin. Natürlich sind wir selbst nicht unter diesen Typen, denn

die Hölle, das sind die Anderen (Jean-Paul Sartre)

The 9 Most Despised Work Personalities

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